Die Franken tanzen

 

Vier Franken ein Ziel - endlich die Schallmauer von 2 Meter zu durchbrechen so das Ziel der Tour. Sie fahren bereits seit Jahren an den Ebro ins Camp von Andrees Angelreisen in das Welscamp Riba Roja, jedoch wollte es bis jetzt nicht mit einem wahren Ebrogiganten klappen. Alle 4 Gäste waren heiß wie Frittenfett auf die Fischerei, auf neue Montagen und neue Taktiken um noch erfolgreicher am Wasser zu werden.

 

Ich finde solche Gäste gut, die viel lernen möchten und wissbegierig sind, denn nur so lernt man was und kann es später auch alleine umsetzen, wenn man möchte. Es war bereits Ende Oktober und die Wassertemperaturen fallen langsam aber sicher jeden Tag. Die Waller stehen in den Startlöchern um sich die Bäuche voll zu schlagen. Wir staffelten unsere Montagen zum Start um ein möglichst großes Spektrum abzudecken.  Die Montagen  waren klar Freeline Montagen an den Krauteingängen und Frontzonerigs an den Strömungskanten an den tieferen Bereichen. Ich wusste bereits vorab, dass es schwierig wird, da wir 5 Tage nach dem Vollmond hatten. Was heißt das die meisten großen Waller vollgefressen in ihren Verstecken ruhen und nicht wirklich fressen. Wir konnten in den ersten drei Tagen sage und schreibe 21 Waller fangen, der Wahnsinn. Und das mit 4 Ruten. Was nicht so gut war, dass alle eine Größe waren - um die 1,20 m. Ich setzte meine Montagen noch einmal um und wechselte alle Köder gegen XXL Köder aus und versuchte auf Biegen und Brechen endlich einen Ebrobullen zu überlisten die noch vollgefressen am Gewässergrund ruhten.  Es passierte nichts in der Nacht, keine Aktion, gar nichts. Was war da los? Sonst waren XXL Köder immer ne Big Fish Garantie? Ich sag euch was los war: Die Großen waren absolut inaktiv, deswegen auch so viele kleine die sich gerade auf die gleichen Köder wie die großen Waller eingeschossen haben, darauf wollte ich wetten. Man muss sich halt durchangeln, so mein Plan. So beköderte ich auch nur noch kleinere Köder die jeden Waller schmecken sollte.

Es passierte worauf ich spekulierte, ich fischte genau an den richtigen Plätzen mit den richtigen Ködern und passte die Zugruten der wahren Ebrogiganten ab und so gingen die Freestyle und Godzillaruten jede Nacht krumm, selbst über Tag bei sonnigen 20 Grad.  Meine Gäste drillten weiter bis der Arzt kommt und mittlerweile hatten wir 3 wahre Giganten von über 2 Metern auf der Habenseite - der Wahnsinn. Ich war jetzt heiß und wollte auch meinen  vierten Gast zum Traumfisch bringen. Doch was dann passierte ließ uns erstmal zu Zuschauern werden. Ein Wetterumschwung den ich so noch nicht in Spanien erlebt hatte. Es regnete über 90 Liter auf einen Quadratmeter und dies glaube ich in nur drei Stunden, mit Hagel und brutalen Sturmböen die unser komplettes Zeug fast in den Steilhang wehte - der Horror. Als Abschluss gab es dann noch ein richtig heftiges Gewitter welches über 2 Stunden über uns wütete. Da wurde einen schon anderes, jedoch lohnten sich unsere Strapazen und wir machten nach dem heftigen Unwetter direkt unsere Montagen wieder klar. Und es schlug ein und der Tanz begann von neuen. Nach knallharten 15 Minuten schreite auch mein vierter Gast seine Freude über den Ebro. Alle Wünsche meiner Gäste wurden übertroffen und jeder Teilnehmer konnte mehrere Barsche, Zander und Waller verhaften und natürlich jeder seinen absoluten Traumfisch in den Händen halten. Zum Schluss hatten wir nach 6 Angeltagen 36 Waller auf unsere Habenseite weit über 200 Barsche und weit über 30 Zander.

Ein Angelurlaub wo man drillen konnte bis der Arzt kommt  ;-)

Mit Chris Adventure Tours zum Traumfisch

Die Termine für 2016 stehen bereits fest unter :

www.chris-adventure-tours.com

Lebe deinen Traum und träume nicht dein Leben.

Euer Chris

          Die Vienna Firefighter in der Krauthölle!!!

 

Es ist Ende September es wird immer kälter und die Sonne zeigt sich auch nicht mehr so oft. Meine Gäste, wieder drei Österreicher, dieses Mal mit Wallererfahrung auch schon in Spanien. Norbert der Rutinie in der Gruppe mit 64 Jahren, der schon so einige Angeltouren erlebt hat. Er wollte lediglich den Zandern und Barschen nachstellen und höchstens im Notfall, wenn die anderen zwei nicht mehr können einsteigen, dazu später mehr. Die Jungs waren das erste Mal bei mir und heiß auf eine Adventure Tour.

Wir befischten einen tiefen Pool mit reichlich Kraut und eine Außenkurve, hier vermutete ich die richtig Dicken. Bereits nach einer Stunde fischen konnte Alex sich mit dem ersten 2 m Waller messen. Der Wahnsinn was die Waller gerade für eine Power haben und so war der Drill auch echt interessant und Kräftezehrend, doch Alex blieb Sieger mit einem bildschönen Waller mit schneeweißen Bauch und Brustflossen. So ging es dann drei Tage weiter mit vielen guten Fischen und vielen Aktionen. Von Langeweile keine Spur und alle hatten Spaß an der Fischerei. Meine Gäste waren bereits mehr als zufrieden von der Anzahl und Größe der Waller.

Jedoch wollte ich mehr und einen absoluten Endgegner. So zog ich mit Alex los, bewaffnet mit einer Machete, einen Anker und einer Säge. Ich wollte einen Platz befischen der es in sich hat, im wahrsten Sinne des Wortes. Angekommen standen wir beide vor einer 2.50 m hohen Dornenhecke die so dicht war das wir nicht einmal ans Land kamen. So ging es nur mit dem 10 kg Klappanker werfen, mit dem Boot raus fahren um Stück für Stück einen Anfang zu bekommen. Alex hat beim 100-mal werfen aufgehört zu zählen. Danach den Feinschliff von Land gemacht und in 3 Stunden war er dann befischbar. Dazu muss ich sagen das der Platz direkt neben einen Sch… Einlauf von einem Dorf lag, was man auch sehr gut riechen konnte. Nicht jedermanns Sache. Jeder der mich kennt weiß, dass mir nix zu extrem ist um an einen guten Fisch zu kommen. Alex und ich waren komplett zerrissen und hatten echt blutende Wunden, ich dachte mir nur insgeheim, hoffentlich kommt da der Bolle und die Arbeit macht sich bezahlt. Am Platz angekommen desinfizierten wir erstmal unsere Wunden und beschlossen am nächsten Tag zu den neuen Platz zu moven.

Schnell waren alle vier Ruten am neuen Platz wieder scharf. Der Wasserstand hoch und viel Strömung auf dem Bach. Ich beschloss so wenig wie möglich im Wasser zu haben um möglichst wenig Kraut zu fangen. Ich beschloss freeline zu fischen und nur das Vorfach im Wasser zu haben. Was ich bereits vor Jahren hier mal testete und viele große Fische fing. Mir fiel schnell auf, dass die Montage dieses Mal kein Fisch bringt da das Kraut den Köder an die Oberfläche drückt. Ich schaltete sofort um auf front zone Rig, was reichte um meinen Köder frei zu halten und möglichst wenig Schnur im Wasser zu haben. Jetzt ging es Schlag auf Schlag mit wieder vielen guten Fischen. Dann kam gegen Mittag der Volleinschlag auf den ich gewartet habe und Alex hatte beide Hände voll zu tun. Der Drill zog sich 15 Minuten lang hin. Auf Biegen und Brechen ein Fisch von 2,37 m war das Resultat - der Wahnsinn. Den wollten wir haben denn den haben wir uns mehr als erarbeitet. Am Abend war mal wieder Mario dran, der den Halt beim Anschlag verlor und irgendwo hängen geblieben ist und sich die Hand sehr tief aufriss, er drillte den kampfstarken, knapp 2 Meter-Fisch mit Schmerzen zu Ende. Nachdem wir den Fisch versorgt hatten, sah ich bereits an der blutverschmierten Rolle dass es schlimm sein musste. Das hieß sofort ab in die Notaufnahme. Mario wurde blitzschnell getackert und bekam ein Verband. Das blöde an der Sache war, dass für Mario die Woche gelaufen war und er keinen Waller mehr drillen konnte. Shit happens, er war als Koch eh unersetzbar und  hatte Gott sei Dank bereits vorher ein paar richtig gute Waller gefangen. Jetzt musste Norbert dran, der Joker und Routinie. Er war bereits zich Mal in Spanien und hatte bereits ettliche Waller über 2 Meter gefangen. Ich dachte mir nur was will der noch fangen. Ich fragte ihn was denn sein größter Waller war und er sagte mir stolz 2,28 m. Sowas motiviert einen Guide und will natürlich dass auch Norbert seinen größten Waller bei mir fängt. Was soll ich sagen um 3 Uhr in der Nacht knallte die Rute nach vorne und der Ebrobulle nahm bereits am Ufer Schnur. Schnell ging es aufs Boot und der Kampf begann jetzt erst richtig. Ich dachte zwischenzeitlich zwei Mal, gleich ist die Rute weg, doch Norbert gab nicht auf und blieb natürlich Sieger. Die Freude war grenzenlos und der Waller mit 2.41 m noch einmal größer als Alex PB -  der Wahnsinn. Die Freude war riesig über den Ausnahmefisch. Norbert war aus dem Häuschen und hatte, obwohl er nur Barsch und Zander fangen wollte, nun seinen neuen PB in den Armen liegen. Ich sag es immer wieder, je Oller desto Doller. Ich freu mich riesig über eine gelungene Tour mit drei strahlenden Gästen, bei der  jeder seinen Traumfisch fangen konnte. Am Schluss standen wir bei genau 20 Waller, jede Menge 30+ Barschen und ein paar Zandern.

Der nächste Trip ist geplant und dann geht’s zusammen nach Italien.

Man ist nie zu alt für seinen neuen PB ;-)

www.chris-adventure-tours.com

 

Drei Freunde ein Ziel !!!

 

Es ist Mitte September und die Nächte werden mittlerweile auch in Spanien kalt. Die Wassertemperatur geht runter und die Waller fressen sich für den Winter einen Bauch an. Das Problem ist, dass im Herbst in den Flussbereichen das Kraut langsam abstirbt. Was zur Folge hat, dass ein Fischen zur Arbeit wird, da man ständig die Montagen krautfrei halten muss, damit sie Waller bringen. Ich versuche ständig neue Montagen um diesem Problem soweit es geht aus dem Weg zu gehen. Meine drei Gäste aus Kärnten waren absolute Neulinge auf dem Sektor Wallerfischen jedoch sehr wissbegierig, was mir gut gefällt. Ich lege bei meinen Touren sehr großen Wert darauf, dass die Gäste die Montagen unter meiner Aufsicht ausbringen, damit sie nach einer Tour auch viel gelernt haben und nicht nur Theorie. Es klappte alles perfekt und meine Gäste waren sehr fit in der Handhabung. Selbst beim Köderfischfang gab es keine Probleme und es ging zügig von der Hand. Wir erlebten eine wahnsinns Fischerei mit vielen Wallern, Zandern und Barschen. Und natürlich auch viele verrückte Sachen sowie der Fang eines kuriosen Wallers, der komplett entstellt war. Wir tauften ihn Golum, da er in einer Woche gleich drei Mal an verschiedenen Plätzen biss. Oder den Fang von zwei Wallern an einem System mit nur einem Köder - der Wahnsinn. Außerdem der wahnsinns Fang meines neuen Guiding PB mit unglaublichen 2,51 m auf dem kleinsten Köder, wie es manchmal so ist. Und eine Nacht wo es keinen Fluss mehr gab, denn die Krautfelder waren genauso breit und lang wie ein Fußballfeld, der Horror. Nach zwei Stunden war das gröbste Kraut bereits den Fluss runter getrieben und ich brachte nachts direkt die Montagen wieder raus, was uns oft den gewünschten Biss brachte.

Was mir über Jahren in Spanien auffällt ist, dass die meisten Angler nur nachts ihre Ruten scharf haben und tagsüber die Zeit mit sinnlosen Zeug verplempern. Nicht bei mir, denn ich will 24 Stunden angeln und keine Beißzeit auslassen. Was mir bei dieser Tour 80 % der Waller brachte. Wir drillten bei strahlenden Sonnenschein, was gibt es besseres? Seit Jahren ist mir aufgefallen, wenn es Richtung Vollmond geht und ein paar Tage danach, dann sind die Waller tagsüber sehr aktiv, besonders wenn der Mond noch tagsüber schwach zu sehen ist.

Den perfekten Abschluss gab es dann auch nochmal für die Jungs mit einem Waller von weit über 2,20 m und 6 Wallern in der Nacht. Am Ende der Tour hieß es, dass jeder seinen neuen Pb mehrmals in den Händen halten durfte und sogar jeder Teilnehmer einen Waller von über zwei Meter fangen konnte. Die perfekte Tour für meine Gäste die jetzt komplett mit dem Wallervirus infiziert sind.

Es war eine geile Tour mit euch ;-)


Wir sehen uns nächstes Jahr wieder.

 

Gruß Chris 

So gerade aus Italien zurück .....

Es war ne Hammer Tour mit drei coolen und sehr lustigen Walleranglern den man nicht viel erklären brauchte. Wir testeten ein neues Gebiet einen Nebenfluss vom Po. Wir versuchten viel und fingen einige Waller wo die Größe jedoch eher aus der Kinderstube waren. Jedoch blieben wir am Ball gaben jeden Tag 100 % besorgten uns Meeräschen und Rapfen. Den nur wer das anbietet was die Waller gerade wollen fängt auch bei fallenden Wasser und schlechten Bedingungen Fisch. Dieser Waller kam aus dem Po . Wir besuchten das Camp von www.welsboot.at ein geiles Revier kurz vorm Oberlauf.

Es war ne geile Zeit in Italien . Jetzt ist wieder packen angesagt und es geht in ein paar tagen direkt weiter nach Espana.

Ich halte euch auf den laufenden 

Gruß Chris

                                                                      Von 0 auf 100 am Ebro!!!

 

Tourzeit: 21-28.06.2015

Gebiet: Ebro

Camp: Welscamp Spanien

Angelmethode: Stationär, Klopfen

Fische: Wels, Zander, Karpfen, Döbel, Aal

 

Das Thermometer zeigt 38° und es wird noch heißer. Hier in Spanien ist gerade die Sommerfischerei in Gange. Tage mit Sonne satt und Temperaturen von 32-40° und laue Nächte mit noch 24°. eine der besten Zeiten im Jahr. Die Waller haben einen sehr hohen Stoffwechsel, so dass auch die größten Köder hemmungslos attackiert werden. Der Nachteil oder die Schwierigkeit z.B am Ebro ist, dass durch die Muscheln das Wasser sehr stark gefiltert wird und so sich Tiefen bis zu 6 m bilden, was zur Folge hat das Kraut bis zur Wasseroberfläche wächst und das Fischen zur Hölle macht. Besonders die zahlreichen Wasseranstiege durch die Turbinen am Zwischenstau sorgen für schlaflose Nächte durch treibendes Kraut. Das U-Posen fischen so wie in Italien oder Frankreich ist unmöglich sowie tiefere Kehrwasser zu befischen absolut unmöglich, da die Montagen keine 5 Minuten scharf bleiben. Die Fischerei Tagsüber ist fast aussichtslos geworden und so verlagert sich das Wallerfischen auf die Nacht und Tagsüber versucht man seinen Ködervorrat aufzufüllen. Was auch sehr schwierig ist da man seine Montagen schon fast unsichtbar gestalten muss sowie sehr dünn wählen sollte, was später hohe Drillkunst erfordert da es im Ebro viele Hindernisse, Kanten und Muscheln gibt. Jedoch konnten wir jeden Tag unsere Köder fangen, was viel Zeit und Arbeit in Anspruch genommen hat.

 

Dieses Mal waren wieder 2 coole Österreicher, mit mäßiger Wallererfahrung, mit von der Partie. Sepp konnte vorher noch keinen Waller verhaften und schaffte das wovon jeder in seinem Leben träumt. Er konnte in der ersten Nacht bereits einen absoluten Ausnahmefisch von 2,49 m mit über 100 kg verhaften, sein erster Waller, absolut unglaublich aber wahr. Der zweite im Bunde war Patrick, der bereits Fische bis mitte 1,50 m landen konnte. Auch er konnte bei  dieser Tour einen wahren Traumfisch überlisten. Mit 2,39 m einen absoluten Ausnahmefisch mit richtig Gewicht und einer der größten Schädel die ich je gesehen habe. Insgesamt konnten wir 17 Waller verhaften, sowie mehrere Döpel, Karpfen, Giebel und Aale, so dass es jeden Tag reichlich Aktion gab.

 

Wenn auch Sie in den Genuss einer Adventure Guidingtour kommen möchten, sind sie bei www.chris-adventure-tours.com genau richtig. Das komplette Tackle wird von Black Cat gestellt, von der wohl bekanntesten und besten Marke in Sachen Wallerfischen.

 

Gruß Chris

 

                               Exklusive Adventure Touren in Italien in unbefischten Revieren

 

Wir haben Ende April und bei mir stand wieder ein neuer Revier-Check an. Dieses Mal nicht in Spanien sondern Italien. Viele denken jetzt bestimmt oh neee nicht wieder Italien, da es mittlerweile sehr viele Anbieter am Mittelauf gibt. Jedoch war ich genauer auf der Suche nach mehreren fast unbefischten Revieren in Nebenflüsse des Fiume Po.

Das heißt, völlig weg von den zahlreichen Anglern am Mittelauf, im unteren und mittleren Teil. Das Hauptcamp liegt am obersten Mittelauf, kurz vorm Oberlauf der auch sehr wenig befischt wird, genau wie der oberste Teil des Mittelaufs. In einer Woche werden maximal 3 Boote verliehen, damit kein Druck aufs Gewässer kommt.  Vom Hauptcamp sind in 5 Min alle wichtigen Sachen zu besorgen, so wie Lebensmittel, Tabak, tanken, Köderfische und Angelmaterial. Jedoch kann man auch mehr als gut, für kleines Geld, im Camp essen. Zur Verfügung steht ein 6,5 m Hauptboot mit einem 40 PS Außenborder sowie ein 3,20 m Missioncraft mit 5 PS Außenborder zum Auslegen. Selbst für Leute die nicht gerne weite Strecken mit dem Auto fahren, gibt es in 40 km Entfernung einen Flughafen, von dem wir euch gerne abholen. Denn das komplette Tackle ist bei den Touren dabei.

Eure Chance eine eigene Adventure Tour zu erleben.

Nur wenige  Termine in diesem Jahr frei .

Gruß Chris

Extreme Rentner on Tour !!!

 

Wir haben Ende März, normal eine der Top Zeiten für einen Trip nach Spanien. Diesmal mit Hermann den ich „Extreme Rentner“ taufte, da er auf alles abfährt was extreme ist, so wie Falschirmspringen, Störfischen in Kanada und hardcore Outdoor fischen auf Waller. Der dritte im Bunde war ein alter Freund der eher die ruhigere Variante vorzieht, dass Karpfenfischen. Alle drei motiviert bis aufs letzte, so dass die Fahrt von 1750 km ziemlich zügig voran ging. Auf der Autobahn in Spanien merkten wir bereits was die Windböen für eine Kraft haben. Meine Hoffnung war noch nicht ganz weg das es am See nicht so ist. Doch als wir ankamen bestätigte sich, dass es hier noch viel windiger war. Sturm, Sturm und noch mehr Sturm und laut Wetterbericht kein Ende in Sicht, na toll super Start dachte ich mir.


Und alle Staumauertore waren als Krönung noch offen. Im Klartext, der See brachte kaltes Wasser aus den Bergen mit sich und unten im Fluss war Land unter. So entschloss ich mich die Hochwasserschlacht im Fluss anzunehmen, denn dort kommen die Fische schneller in Beißlaune, so der Plan. Als ich mir einen Platz ausgesucht hatte der nur mit dem Boot zu erreichen war, wurden mir erstmal die Ausmaße der Wassermassen klar. Ein kleiner Bach der zum reißenden Fluss geworden war, der keine Überschwemmungsgebiete oder größere Kehrwasser mehr bot. Eine aussichtlose Fischerei begann, wir waren nun mal hier um fischen zu gehen. Ich fischte fast alle Ruten umgelenkt um den Druck und die Angriffsfläche zu minimieren. Was soll ich sagen, der Bach hatte bereits 2 Wochen Hochwasser und die Waller waren bereits alle kugelrund gefressen und lagen nun an Stellen die mehr als schwierig zu beangeln waren. Als ob das nicht reichte stieg der Bach bis 2 cm vor meinen Schirmzelt an, so dass wir fast das Camp evakuieren mussten. Der Sturm wirbelte uns den Staub bis in den Schlafsack und wir kämpften weiter.


So konnten wir dann genau 5 Waller in 5 Tagen fangen, wo zum Glück noch ein 2 m Waller für Hermann dabei war. Markus hatte beim Karpfenfischen leider nicht so viel Glück, denn die Strömung ließ es einfach nicht zu. Deswegen beschloss ich den Fluss zu verlassen und noch einmal 5 Tage im See zu fischen, so dass Markus wenigstens die Chance hatte einen Karpfen zu fangen. Mir war klar, dass es bereits 4 Tage nach Vollmond war, der See kaltes Wasser aus den Bergen brachte und das wir immer noch Sturm hatten, alles andere als gute Bedingungen zum Waller fischen, wenn nicht sogar aussichtlos. Ich kam mir zum ersten Mal in meiner Karriere als Guide komplett fehl am Platz vor, denn so langsam verließ einen die Kraft, Lust und Motivation bei diesen aussichtlosen Bedingungen. Ich beschloss weiter Gas zu geben und alles Erdenkliche zu tun um weitere Fische zu fangen, denn Hermanns Traum war ein kapitaler Waller. Die stationären Ruten brachten anfangs nur Kleinzeug, genau 6 Stck. In den ersten Tagen, wo ich daraufhin alles umstellte und nur noch große Köder wählte. Mein Motto war ganz oder gar nicht, alles auf einen Kapitalen ausgelegt. Das reichte mir jedoch noch nicht, da ich eher der aktive Angler bin und so ging es jeden Tag noch raus zum klopfen. Auch für Hermann eine der spannendsten Methoden, die uns weitere kleine Fische brachten.


An der einteiligen Fireball Rute ein Traum und Drillspaß vom feinsten. Ich bekam dann zur Krönung noch einen richtigen Ebrobullen, der mir das Klopfblei in einem Affentempo nach oben katapultierte, so dass man denken konnte das alles ab war. Ich reagierte sofort, leierte die Schnur auf und schlug an. Jedoch war der Waller schneller und löste sich nach wenigen Minuten von meinem System sch….. was eine Sichel. Wie es halt so ist, wenn alles gegen einen spielt. Wenigsten hatten wir Aktion und das ist die Hauptsache. Bei Markus lief es mittlerweile richtig gut und er konnte jeden Tag seine drei vier Karpfen fangen bis zu einer Größe von 18 Kilo, das muss man am Ebro auch erstmal schaffen. Als Beifang hatte er regelmäßig sogar Rotaugen der XXL Kategorie die man in den Größen auch nicht täglich am Ebro sieht. Und so vergingen die Tage im Flug und die Heimreise stand schon wieder vor der Tür.  Ich glaube, dass jeder insgeheim ein wenig froh war aus dem Sturm zu kommen und sich endlich mal wieder den Sand aus dem Gesicht zu waschen.

In diesem Sinne

Manchmal gewinnt man und manchmal verliert man, jedoch nie die Lust auf neue Abenteuer.


Euer Chris

   Frühlingsfieber


Jeder kennt das Gefühl nach einem langen Winter, die innere Unruhe. Man will ans Wasser und das am besten sofort. Dabei lassen viele die Wetterbedingungen außen vor, genau wie ich, denn nur wer am Wasser ist kann fangen. Bereits Mitte Februar bei eisigen Temperaturen zog es mich bereits nach Spanien um die Saison zu eröffnen, mit sehr guten Fischen weit über der 2 Meter Marke. Einen Monat später stand mein zweites Ziel in der noch jungen Saison fest. Einen dicken Frühjahrskarpfen zu überlisten


. Und so beschloss ich mit einem guten Freund Johann Tropacher oder besser bekannt unter dem Name ´´The Nature Haunzz´´  loszuziehen. Er kam extra aus Österreich zu mir um seinen ersten deutschen Karpfen zu überlisten. Da die Wetterbedingungen noch sehr schlecht und kalt waren ein schwieriges Vorhaben, jedoch zwei Outdooranglern egal, denn ein Österreicher und ein Guide können mit solchen Bedingungen gut umgehen. Wenn die Fische das genau so sehen kann nichts mehr passieren, so der Plan.


Wir beschlossen bei Temperaturen um den Gefrierpunkt, nicht wie üblich fängige flache Seen zu befischen, sondern wir wollten es extremer. So zogen wir los an eine 9 Hektar große Kiesgrube mit zwei Quellen und einer Tiefe von 13 m. Die Wassertemperatur von nur 4,2° bestätigte unsere Vorahnung, es ist noch Winter und die Fressphasen müssen abgepasst werden. Wenig Futter und akribische Platzsuche sollten der Schlüssel zum Erfolg sein. Eine kleine Landzunge unter Wasser brachte mir bereits in der erste Nacht meinen ersten Karpfen mit satten 31 Pfund - was ein Auftakt. Der Erfolgsköder, wie bereits im Dezember bei kalten Wasser, war der neue Dirty Devil aus dem Hause Radical, ein Köder der unter Wasser arbeitet und über lange Zeit lockt, der mit seinen Maden die aus dem Boilie gucken einen absoluten Leckerbissen für jeden Karpfen macht.


Der Anfang war schnell gemacht und ließ auf mehr hoffen. Niiiiiichts, vier ganze Tage, außer Kälte, Regen, Wind, nichts, was jedoch Haunzz und mich nur noch mehr anstachelte, denn wir arbeiteten weiter damit auch er seinen ersten Deutschen Winterkarpfen in den Händen halten konnte. Es fing gerade an zu dämmern und die Kälte zog sich bereits durch jede Ritze, als Haunzz Bissanzeiger ablief. Nach einem kampfstarken Drill konnte Haunzz dann seinen ersten deutschen Karpfen landen. Der Schrei sitzt mir heute noch in den Ohren, jedoch war die Freude grenzenlos. Was auch mehr als verständlich ist bei dem ersten Deutschen und dann gleich mit 34 Pfund. Der Wahnsinn. Haunzz Erfolgsköder war der alt bekannte Bloody Chicken der bereits einige kapitale Karpfen gefangen hat.  Wir hatten beide unser Ziel erreicht, für uns war die Tour perfekt mit einem genialen Abschluss. Wenn es auch mehr als harte Bedingungen waren, irgendwie macht die Zeit im Jahr süchtig, das Farbenspiel sowie die Stimmung am Wasser und die vielen Naturschauspiele sind einzigartig zu dieser Zeit.


Jetzt aber genug berichtet, denn wir haben für euch einmalige Aufnahmen gesammelt, die ihr bald in einem kurzen Video sehen werdet.

In diesem Sinne am Wasser sein ist alles.

 

Gruß Chris & Haunzz



                                                  Frühstart mit Frost und jede Menge Wasser!!

 

Wir haben Mitte Februar, in Deutschland herrschen noch eisige Bedingungen mit sehr miesen Aussichten. Und ich war krankheitsbedingt seit September nicht mehr auf Waller unterwegs. Mein Vorhaben stand und zwar einen richtig dicken Frühjahrsbolle in Spanien fangen, in meiner zweiten Heimat.

Ich landete in Reus (Spanien) bei strahlenden Sonnenschein. Jedoch nicht viel wärmer als bei uns in Deutschland mit ca. 4 °. Trotzdem stand mein Ziel fest. Zuvor hatte ich noch jede Menge andere Sachen zu erledigen, damit für die neue Saison und meinen Gästen alles vom Feinsten ist. Boot, Tackle, Motor, Angelplätze usw. mussten auf Vordermann gebracht werden. So waren zum Schluss nur noch zwei Tage übrig für eine Kurzsassion auf Waller und die sollten mit Bedacht gewählt werden. Aus den Bergen kam viel Wasser, was zur Folge hatte, dass zwei Staumauertore offen waren, oben am Caspesee sowie am Stausee Riba Roja. Ich beschloss bei den niedrigen Wassertemperaturen doch im fließenden Wasser zu fischen, da es dort eher zum Fressen kommt, als bei dem ruhigen, kalten Wasser. So stand der Plan, trotz heftiger Strömung und jede Menge Treibgut. Als Köder dienten uns Karpfen und Karauschen, die wir jeweils ganz flach und ganz tief anboten, um zu gucken wo die Waller fressen. Die Beißzeiten waren kurz und heftig, wir konnten innerhalb von nur 20 Minuten zwei Waller fangen, die es beide in sich hatten mit weit über 2 m. Jedoch kamen alle Bisse noch sehr tief, flach passierte gar nichts bei dem kalten Wasser. Eine Scene geistert mir heute noch im Kopf herum. Wir fuhren mit dem Boot zu meiner Montage, hebten sie an um zu kontrollieren ob der Köder noch arbeitet. Alles war in Ordnung und Kalle ließ den Köder wieder ins Wasser. 3 Sekunden später knallte die Reißleine durch und ich schrie Kalle an was er da macht. Er antwortete mir nur:  „Gar nichts, das ist ein Biss“. Wir fuhren sofort zu Schnur, schlugen den Waller mit der Hand an und fuhren mit Vollgas zum Ufer, denn die Rute stand schon krumm im Rutenhalter. Deshalb mein Spruch: „Wenn dir was Spanisch vorkommt mach dir nix draus“  ;-)

Wir konnten insgesamt 8 Aktionen verbuchen und 5 Waller bis weit über der 2 Meter Marke fangen, bei einer Wassertemperatur von nur 6,8°. Eine geile Zeit mit zwei Freunden .

Die Saison ist eröffnet und die Touren können beginnen. Ich freue mich auf das Jahr 2015.

   

 

 

 

  


 

 

 

 



 

   
   

 

 

 

 



   
   


 

 

 


  Gestört aber geil !!!

 

Die Überschrift trifft den Nagel auf dem Kopf, denn die Tour war im wahrsten Sinne gestört aber geil. Anfang September stand wieder mal einer meiner Vollmondtouren an, wie jeden Monat zu dieser Mondphase. Spanien begrüßte uns mit strahlendem Sonnenschein und wir waren motiviert bis unter die Haarspitzen. Meine Gäste kannte ich bereits aus dem Vorjahr, wo wir zusammen eine wahnsinns Tour erlebten, mit jede Menge dicken Fischen und einem Doppelschlag von 2,40 m und 2,45 m in einer halben Stunde.

Dieses Mal legten wir noch eine Schüppe drauf und alles lief wie aus dem Bilderbuch, außer die schweren Gewitternächte, die es in sich hatten und nicht ohne waren. Tagsüber fingen wir mit dem leichten Gerät mehrere schöne Barsche und Zander, was richtig Drillspaß brachte. Und nachts legten wir unsere Fallen mit verschiedenen Methoden aus, da wir ständig mit dem treibenden Kraut zu kämpfen hatten. Wir fuhren im Stundentakt raus um unsere Montagen krautfrei und scharf zu halten. Wie heißt es so schön „ wer hart arbeitet wird auch früher oder später belohnt“ . Und genau so war es auch. Im Stundentakt neigten sich unsere Ruten und wir hatten Probleme alle vier Ruten scharf zu  halten. Denn die ständigen schweren Gewitter sowie Regenfälle versetzten die Waller in eine Art Fressrausch. Und so konnten wir jede Nacht mehrere gute Waller verhaften. Ein komisches Gefühl, drillend auf dem Boot zu stehen und die Blitze hagelten über unsere Köpfen ein, jedoch überwiegt das Glücksgefühl und das Adrenalin. Die Tage brachten noch über 30 ° und das im September, so dass wir unsere Sachen schnell wieder getrocknet hatten. Jeder einzelne Gast konnte mehrmals seinen PB aufstocken und mehrere Traumfische fangen, so dass es für alle Beteiligten eine unvergessliche Woche war. Mit insgesamt 57 Wallern, wovon 7 Stück die 2 m Marke überschritten, eine absolute Ausnahmetour, denn solche Fänge sind absolut nicht die Realität. Der Schnitt pro Woche bei meinen Touren liegt bei 24 Wallern.

In diesem Sinne, nur wer am Wasser ist erlebt außergewöhnliche Sachen ;-)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 Ein Sommertraum in Spanien

 

Jeder kennt die Sommermonate in Spanien Heiß, heißer und jede Menge Big Fish. Dieses Jahr allerdings in den ersten 5 Tagen mit richtig Sturm wo sich das Fischen sehr schwierig gestaltete.

Einen Vorteil hatte der Sturm allerdings. Es gab eine kurze Verschnaufpause vor den lästigen Moskitos sowie Fliegen und Wespen. Wir trotzten jeder Situation und konnten insgesamt in 12 Tagen 50 Waller verhaften sowie weit über 50 Flussbarsche und Zander . Ein Sommerurlaub für meine Gäste wo alles geboten wurde und natürlich jede Menge Spaß sowie schleimige Klamotten. J

eder Gast konnte bei dieser Tour seinen neuen PB fangen oder mehrmals nach oben schrauben. 8 Fische durchbrachen die magische 2-Meter-Marke.

 Wenn auch ihr in den Genuss der einmaligen Sommerfischerei kommen möchtet, dann seid ihr bei mir genau richtig. Jedoch ist Beeilung gefragt, denn die Touren sind sehr schnell ausgebucht.

 

Nicht alle Waller laichen zur selben Zeit!!!

 

Anfang Juni ging es wieder mit dem Auto auf eine 1750 km Reise nach Spanien. Für viele eine aussichtslose Zeit die keine Großen Fische bringt da die meißten Waller mit dem Liebesspiel beschäftigt sind und dann nicht fressen. Das ist mir bewußt das ein Waller nicht frißt wenn sie am laichen sind. Jedoch laichen nie alle Waller gleichzeitig.

 

Die Plätze müssen sorgfältig gewählt werden den nun sollte man genau die Zugruten des Wallers kennen. Nach der ersten Nacht fingen wir die ersten drei Waller wo einer schon total zerbissen von war und die anderen noch keine Bissspuren vorwiesen. Das Bedeutet im Klartext so wie ich es vermutete das ein Teil durch war mit dem laichen und manche nicht einmal angefangen waren.

In der zweiten Nacht trieben 10qm große Krautfelder an einer Tour den Fluss herunter so das keine Montage länger als 10 Minuten scharf blieb. Wir verloren sogar zwei Bojen die von Krautmaßen einfach mitgerissen wurden. Ein herber Rückschlag für uns den wer steht schon gerne chancenlos am Ufer eines Traumgewässers und kann nur zu gucken wie die Krautinseln alles mitreissen. Selbst an stellen nur 30 cm vom Ufer weg oder in Rückströmungen wurden unsere Montagen unscharf und weg gerissen. Die Schleusen wurden in der Nacht los gemacht und riss alle Krautfelder die ersten hundert Meter mit sich was mehrere Stunden anhielt. Am nächsten Tag endschlossen wir einen neuen unbefischten Platz zu machen und in der Nacht zu befischen. 

 

Ein Platz der alles hatte was die Waller zu der Zeit bevorzugen Unterspülte Ufer,Schilf,Althoz und Strömungs beruhigt mit tiefen von 1-5 meter. Den Platz befischten wir dann die letzten Nächte und konnten mehrere Gute Waller überlisten. Ein wahres Scenario ereignete sich in einer Nacht als wir an einen Stelle auf einen XXXXl Köder einen brachialen Biss bekamen und ihn leider nach kurzen Drill verloren. Das Ergebniss war ein verbogener Drilling so wie aufgebogener Haken der von meinen Gästen als gut befunden wurde. Nach diesem Ereigniss wurde das komplette Black cat Programm bestellt den jetzt wissen auch meine Gäste das Wallerangeln keine Schwächen haben darf und kompromisslos sein sollten. Die komplette Black Cat Range wurde über mehrere Jahre getestet und am Wasser ausgebaut so das mitlerweile keine Fragen mehr offen lässt,dass beweisen die unzähligen Giganten bis weit über die 100 Kg Marke.

 

Am Ende der Tour war das Ergebnis von 19 gefangenen Wallern und etlichen Zandern zu dieser Zeit mehr als gelungen und eine Tour mit jeder menge Spass,Sommer,Sonne und jeder menge Big Fish.

Wer nicht wagt der nicht gewinnt selbst wenn die Bedingung gegen einen stehen ;-)

 

Gruß Chris

 


Viel Wasser großer Karpfen

 

Eine Unwetterwarnung für komplett Deutschland, Starkregen für drei Tage mit 60 Liter pro Quadratmetern. Mir doch egal denn mit meinen Radical Mega Storm Brolly kann mir nichts passieren.

Gegen Regen kann man sich anziehen, gegen Sturm wer man Machtlos deswegen beschloss ich einen Ansitz zu machen für 12 Stunden. Ich fische gerne nur mit zwei Ruten um möglichst wenig Druck aufs Wasser zu bringen, besonders wichtig in stark befischten Gewässern.

Meine zwei Köder waren die alt bekannten Bloody Chicken sowie die Rubby Dubys den beiden letzten Ansitzen kristallisierte sich raus das fischige Köder die beste Wahl sind. Und so war es auch dieses Mal, in einer kurzen Regenpause kam der Biss an einer flachen Schilfkante. Der gewaltige Spiegler den ich ein paar Tage zuvor beobachten konnte wütete und zog seine Bahnen durchs Kraut. Bis ich ihn nach 15 Min Drill dann endlich Keschern konnte.

Was für ein Kugelfisch der am Bauch schon Schürfwunden vorwies da er so fett war und nicht mehr gescheit über den Grund schwimmen konnte. Kann man einen Spiegler dicker fangen? Man könnte meinen bei dem Gewicht und dem Bauch das er alles frisst jedoch falsch gedacht. Ich konnte ihn beobachten wie er nur einzelne fischige Boilies vom Platz nahm und alles andere wie Tigernüsse, Meis oder süße Boilies blieben liegen. Ein spannender Angel tag mit dicken Abschluss das ist Karpfenfischen bei schlechten Wetter. Man vergisst in diesem Moment alles um sich herum da hätte auch in diesem Moment 100 Liter pro Quadratmeter runter kommen können.

In diesem Sinne draußen ist alles ;-)

   

 

Zur richtigen Zeit am richtigen Platz

 

Samstag beschloss ich mit meiner besseren Hälfte eine ruhige Karpfensession für 18 Stunden an einem Baggersee zu machen. Im Gepäck viele Neuigkeiten aus der Radical Range so wie die kompletten neuen Radical Boilies in allen Geschmacksorten. Beim Aufbauen der Ruten viel uns schon auf das im Randbereich eines Ufernahen Krautfeldes sich mehrere XXl Brassen zum laichen versammeln. Immer wieder sahen wir auch kapitale Karpfen dazwischen sowie einige große Kois. Ich konnte mir nicht vorstellen dass die Karpfen schon laichen da das Wetter anderthalb Wochen mehr als nur schlecht und kalt war. Wir fischten genau am ersten Tag nach der Schlechtwetterfront, ich vermutete dass die Karpfen sich im Randbereich sonnten da das Wasser einfach noch zu kalt war. Um auch den Brassen aus dem Weg zu gehen beschlossen wir mit 16mm ganz und gecruncht zu füttern und mit 24mm Hock Baits derselben  Sorte zu fischen. Gefischt haben wir vier Ruten die wir alle sehr Ufer nah präsentiert haben entweder in Schilf nähe oder in Krautfeldern, was sich als Goldrichtig heraus stellte.

Der erste Lauf kam direkt nach 5 Minuten am Krautfeld und das direkt mit einem Karpfen von 34 Pfund was ein Start. Der zweite,dritte,vierte und fünfte ließ auch nicht lange auf sich warten. Im Stundentackt lief immer wieder eine Rute ab und zwar auf allen Boiliesorten die auf Fisch oder Muschel basierten. SO konnten wir am heiligsten Tag im glassklaren Wasser Wahnsinns Karpfen drillen der Wahnsinn. Ist schon ein besonderer Anblick die Fische im klaren Wasser zu beobachten und zu beangeln, jedoch bringt klares Wasser jede Menge Nachteile mit sich und zwar folgende: Die Karpfen sehen Unterwasser sehr viel mehr und wir müssen unsere Montagen unsichtbar machen um erfolgreich zu bleiben.

Des Weiteren wuchert das Kraut in klaren Seen mehr wie in trüben dank der Sonneneinstrahlung. Oft stehen die Fische nahe an Hindernissen und kommen nur nachts zum fressen raus.  Wenn man alle Sachen berücksichtigt wird es eine erfolgreiche Karpfensassion. Die anderen Fünf Karpfen kamen in der Nacht und in den frühen Morgenstunden. Eine einmalige Kulisse am Morgen wir standen zu zweit auf dem Boot die Sonne ging gerade auf ein Schleier aus Nebel legte sich über den See und wir waren am Drillen und sahen den Karpfen 5m unter uns seine Bahnen durchs Kraut ziehen. Das sind diese Momente die Süchtig machen und die Karpfenangelei zu etwas besonderen machen. Besonders für mich der fast das ganze Jahr an den größten Gewässern Europas unterwegs ist ein besonderer Abwechslung die mehr als nur Spaß macht. Vicky konnte auch gleich ihren größten Karpfen überlisten was sie immer weiter nach vorne treibt beim Fischen. Denn sie liebt es und verbringt wie ich jede freie Minute am Wasser.

Denn seihen wir mal ehrlich, ist Angeln nicht das geilste Hobby der Welt ;-)

In diesem Sinne nur wer am Wasser ist fängt Fisch!!!

 

Gruß Chris und Vicky

 


 Zusammen auf der Suche nach dem Ebrogold!!!!

 

Wie soll es anders sein, wenn die Freundin mal Urlaub hat und es um die Urlaubsplanung geht. Viele fürchten die Antwort von den meisten Frauen, denn die Ziele sind meistens da wo lange Flüge in Kauf genommen werden müssen, nur um einen weißen Strand und Ruhe zu haben, was dazu noch jede Menge Geld kostet.

Meine sagte sofort lass uns doch zum Ebro fahren und eine Woche Outdoor fischen. Das muss man mir nicht zweimal sagen. Was gibt es schöneres als zusammen den spanischen Ebrokarpfen nachzustellen. Lang ist es her das der Wels nicht im Vordergrund stand und man einfach mal entspannt den Karpfen nachstellen kann. So kam meine Freundin direkt nach meiner 10tägigen Tour nachgeflogen, natürlich heiß wie Frittenfett auf die Angelei.

Zum Start wählten wir ein Schilfgebiet mit flachen Wasser und viel Kraut. Schnell war alles aufgebaut und die Fallen waren scharf. Es war bereits Abend, als die Ruten an ihren Spots lagen. Im Stundentakt piepte der Bissanzeiger und mir war sofort klar, dass die XXl Rotaugen sich hier breit gemacht haben. Innerhalb weniger Minuten war der Platz leer gefressen. Und das bevor nur ein Karpfen das Futter finden konnte. Mehrere dicke Rotaugen fanden den Weg in unsern Kescher. Mein Plan für den nächsten Tag stand, größere Köder gleich größerer Fisch? Alle Ruten am nächsten Tag mit XL Ködern bestückt und das Warten konnte beginnen.

Nach dem auslegen der Montagen fiel Vicky auf, dass der Wasserstand ziemlich schnell stieg. Innerhalb von einer Stunde war unser komplettes Tackle abgesoffen, bis auf unsere Liegen. Jedoch wollten wir bleiben, da die ersten Karpfen gefangen werden konnten. Und so lange Vicky noch guter Dinge war, wollte ich das auch ausnutzen.

Der Wasserstand stieg weiter und weiter bis auch unsere Liegen komplett nass waren. Wir überlegten trotzdem zu bleiben, da die Karpfen ja liefen. Doch dann kam alles anders und ein Unwetter zog hinter uns auf. Wir saßen auf unseren abgesoffenen Liegen und überlegten was wir machen können, in dem Moment wurde es taghell und es gab einen Einschlag der besonderen Art. Ein paar hundert Meter hinter uns schlug ein Blitz ein, der so heftig war das im nahe gelegenen Fayon der komplette Strom ausfiel. Uns wurde schlagartig die Entscheidung abgenommen und wir packten das nötigste ins Boot und flüchteten ins nahe gelegene Welscamp Matarrana, die uns einen Wohnwagen bereit stellten, da an fischen nicht mehr zu denken war.

Am nächsten Tag ging es nach einer heißen Dusche direkt wieder raus, unsere Angelsachen wieder einsammeln und zum nächsten Spot, der bereits vorgefüttert war. Den befischten wir zusammen mit Kalle und seiner Freundin die letzten fünf Tage. Wo uns auch nur ein Tag Sonne gegönnt war, sonst gab es nur Sturm, Regen und einen Kälteeinbruch. Was uns jedoch nicht vom Fang abhielt. So konnten wir mehrere schöne Schuppis auf die Matte legen sowie jede Menge dicke Rotaugen. Da soll nochmal einer sagen das Frauen und Outdoor nicht zusammen passen, da habe ich aber dieses Jahr bereits einige Männer an ihre Grenzen kommen sehen und das bei weit besserem Wetter.

Immer wieder schön den Ebrobullen nachzustellen die von 0 auf 300 in 3 Sekunden sind. Schneller wie jeder Porsche sind nur Wildkarpfen am Ebro. Ein Drillspaß der seines gleichen sucht.

Der nächste Trip ist bereits geplant sowie Karpfentouren mit Gästen im nächsten Sommer mit Chris Adventure Tours.

Wenn auch Sie Interesse an so einem Karpfentrip haben, kontaktieren Sie mich einfach. 

Wir sehen uns am Wasser ;-)

 

Gruß Chris

 

Tour der fleißigen Angler

 

Sonne satt und die Rotaugen sammeln sich in den Schilfgebieten zum laichen.

Jetzt heißt es Beeilung, denm dieses Szenario ist genauso schnell vorbei wie es begonnen hat. In der Zeit schieben die Waller an den Schilfkanten vorbei und schöpfen aus dem Vollen. Man hört es an einer Tour im Schilf rascheln und die Waller knallen am helligsten Tag in die Schwärme. Wer jetzt nicht im flachen mit den richtigen Ködern angreift hat wirklich was verpennt. Schnell wurden die Schilfpartien zugespannt und das Drillen konnte beginnen. Am ersten Tag konnten wir direkt neun Bisse verzeichnen . Die Waller kotzten uns die halbverdauten Rotaugen ins Boot und die Waller sahen aus als ob sie jede Minute platzen, einfach wahnsinns Plautzen die die Waller zu der Zeit aufbauen.

Es dauerte keine 48 Stunden und der Spuk war vorbei. Danach schalteten wir sofort und gingen in den Hauptsee zurück, denn da war das Wasser noch kälter. Und die Rotaugen noch nicht dran, denn im Nebenarm lagen nur noch träge Waller rum, die alle vollgefressen waren. Nach so einer Fressorgie kann es Tage lang dauern bis die Waller wieder auf Raubzug gehen. So setzte ich nicht alles auf eine Karte. Ich setzte meine Bojen mit System von 2 m bis 18 m, mit den verschiedensten Ködern. Es lief auch hier und wir konnten direkt Waller fangen, jedoch nur Kleinere.

Irgendwas war faul, sodass wir zu ständigen Platzwechsel gezwungen wurden um weitere Waller zu fangen. So kamen wir am Ende der Woche auf sage und schreibe auf 6 Platzwechsel. Jeder der schon einmal mit den Bojensystem in Spanien gefischt hat weiß was das heißt. Arbeit, Arbeit, Arbeit, dazu wenig Schlaf und zwei Unwetternächte mit schweren Gewittern sowie Hagel und im Anschluss Sonne satt.

Viele kennen mich ja von Fotos und Videos mit dicken Wallern, jedoch angel ich auf alles was in den Gewässern so rumschwimmt. Und genauso soll es bei einen guten Guide auch sein. Man muss zu jeder Zeit wissen wo und wie man schnellst möglich den gewünschten Zielfisch fängt. Und das habe ich Jahre lang im Welscamp Riba Roja von Andrees Angelreisen bewiesen. Und so war es auch bei dieser Tour, mehr Tackle sowie vier verschiedene Fischarten. Waller, Karpfen, Zander und natürlich Flussbarsch, die wir alle erfolgreich überlisten konnten. Wahnsinns Tage liegen hinter uns mit schleimigen Klamotten, glücklichen Gästen und richtig Farbe auf der Haut, was wir uns mehr als nur verdient haben.

Wie sage ich immer so gern : Nur der fleißige Angler fängt Fisch.

So konnten wir 19 Waller über 20 Zander mehr als 10 Karpfen sowie Flussbarsche bis 49 cm überlisten. Meine Gäste konnten gleich mehrere Techniken und Strategien mit auf den Weg nehmen um auch an heimischen Gewässern erfolgreich auf Tour zu gehen.

Neun Tage mit hohen Lernfaktor sowie viele gute Fische sind das Ergebnis dieser Tour.

In diesem Sinne

Nur wer am Wasser arbeitet bleibt auf Dauer erfolgreich

 

Gruß Chris

 


 

 Wenn alles gegen einen spielt

Die Wetterprognose der Woche stand von Anfang an auf Katastrophe .

Das heißt im Klartext, jeder der in Spanien Windstärke 6 schon mal erlebt hat weiß was ich meine. Absolute Lebensgefahr mit meterhohen Wellen, jedoch sollte es bei uns noch schlimmer kommen mit Windstärke 8 und Böen über 130km/h - der Horror. Um mich und meinen Gast nicht in Lebensgefahr zu bringen, beschloss ich auf den naturbelassenen Ebro mir und meinen Gast ein windstilles Eckchen zu suchen um den Wind aus dem Weg zu gehen. Wir fuhren bei Sturm am See weg und kamen am Fluss bei Sturm an, jedoch war schnell eine einigermaßen beruhigte Stelle gefunden. Schnell waren die Montagen gesetzt und bis zum Abend die ersten Waller, Zander und Rotaugen gefangen.

Ein perfekter Start, als dann um 11 Uhr noch ein 2,20 m Waller auf unsere Fallen einstieg, schien alles nur perfekt. Jedoch sollte man nie die Nacht vor dem Morgen loben. Denn in der zweiten Nachthälfte drehte der Wind und wir bekamen es mit der Angst zu tun. Ein wahnsinns Sturm mit gewaltigen Böen, der uns das Zelt fast in zwei Hälften riss, wo ein Rausfahren mit dem Boot unmöglich war.

Denn wenn wir das Zelt losgelassen hätten, wäre es weg gewesen. Was dann kam habe ich noch nie erlebt, kein Gewitter sondern Platzregen der Extraklasse der uns einen Bach mitten durchs Zelt bescherte. Es war keine Besserung in Sicht und wir kämpften zwei weitere Tage gegen Sturm und Regen. Um das singen der Schnüre und meine Montagen so unauffällig wie möglich zu präsentieren, lenkte ich meine Schnüre über Astgabeln um. Weitere 9 Waller sowie viele Zander konnten wir trotzdem unter Horrorbedingungen überlisten. Nochmal ein großes Lob an der Stelle an Björn, der voll mitgezogen hat.

Wir hatten die Schnauze voll und dachten es kann eh nicht schlimmer kommen und entschlossen uns, die letzten drei Nächte auf dem See zu verbringen. Denn ich wollte unbedingt die Rotaugen-Laichzeit mitbekommen, denn da fallen die Waller in eine Art Fressrausch. Am See angekommen knallten die Wellen bereits auf dem Steg. Uns konnte nichts mehr schocken dachten wir, und so slippten wir schnell das Boot in den See und beluden unsere Einkäufe für die letzten Tage. Das Boot war voll beladen und wir fuhren los auf der Suche nach einem neuen windstillen Platz.

Als wir auf der Hälfte des Sees fuhren kam eine Art Wand auf uns zu und der Sturm nahm um das doppelte zu, was mehr als nur ein beunruhigendes Gefühl war. Wir hielten unser komplettes Tackle fest und hoben von einer Welle in die nächste ein. Wir beschlossen den Matarrana hochzufahren um Schutz vor dem gewaltigen Sturm zu bekommen. Was uns zum Glück auch gelang. Die Laichzeit der Rotaugen konnten wir so auch vergessen, denn das Wasser kühlte um 2° runter. Wir konnten trotz Horror-Bedingungen noch weitere 13 Waller überlisten und das am heiligsten Tag. Jedes klingeln wurde überprüft, was uns ständig frisch bestückte Ruten und dicke Waller bescherte. Und so konnte sich zum Schluss auch das Ergebnis mit 21 Wallern mehr als sehen lassen.

Wenn alles gegen einen scheint und daraus als Gewinner hervor geht ist ein wahnsinns Erfolg sowie ein Abenteuer der Extraklasse welches wir beiden so schnell nicht vergessen werden.

In diesem Sinne, nur wer am Wasser ist fängt ;-)

 

Gruß Chris

 


 

Fette Waller und ruhige Nächte!!

 

Es schien zu perfekt für den Start, Sommer, Sonne und kein Wind - ein Traum. Die Wassertemperatur bei 12° stetig steigend.Ich beschloss mit meinen Gästen einen Nebenarm zu befischen, wo die Wassertemperatur bereits höher als im Hauptsee war.

Ich setzte wie immer auf meine 4 Ruten Technik, was mir von der Anzahl an jeden Platz ausreicht um möglichst wenig Druck aufs Wasser zu bringen. Besonders im Frühjahr wo die Bissanzahl sehr hoch ist, sollte man nach jedem kleinsten klingeln die Rute kontrollieren.

Denn auch die Zander lieben kleine Köderfische, die meine bevorzugten Köder im Frühjahr sind. Wir konnten alleine in den ersten drei Tagen über 12 Waller fangen und sogar drei Zander auf den Bojenmontagen. Jedoch eher die kleineren, die großen lagen mit dicken Plautzen faul in ihren Ruheplätzen.

Das erste große Fressen war vorbei und wir konnten nur hoffen das der folgende Vollmond die Waller nochmal in einen Fressrausch versetzt. Durch ständigen Platzwechsel in der Woche und viel viel Arbeit zwecks: Plätze, Montagen und Köderbeschaffung, waren wir jeden Tag erfolgreich und konnten mehrere Waller fangen. Zum Ende der Tour kam der Vollmond und unsere Fänge wurden größer.

Auch der Einsatzbereitschaft meiner Gäste ist dieser Erfolg zuzuschreiben, denn nur wer am Wasser arbeitet, kann seine Ruten 24 Std. scharf halten. Jeder kennt im Frühjahr das Problem der Köderbeschaffung. Auch für die letzte Nacht brachen wir wieder zu neuen Ufern auf, was die richtige Endscheidung war. Alleine in den ersten drei Stunden kamen 5 Aktionen sowie drei Waller auf die Habenseite. Wir merkten vor lauter Aktion gar nicht wie sich der Himmel zu zog. Es war nichts gemeldet deswegen hatten wir auch nur eine Plane für vier Liegen dabei, die dann schnell gespannt wurde, jedoch nicht reichte.

Das Ende vom Lied waren 4 Angler, die alle vier, nass bis auf die Knochen, die Nacht verbracht haben um die Chance auf einen Giganten wahrzunehmen. Nicht jedermanns Sache, jedoch meine Gäste mit vollem Einsatz dabei.

Die zum Ende der Tour, dank harter Arbeit, mit 24 Wallern belohnt wurden.

Eine interessante Woche mit Höhen und Tiefen, die wir gemeinsam mit Erfolg gemeistert haben.

Für mich geht es direkt weiter in die zweite Woche.

 

Gruß Chris

 

Auf der Suche nach dem Frühling

 

Die Fahrt von 1750 km verging wie im Flug, da ich und mein Gast heiß wie Frittenfett auf die Frühlingsfischerei am Stausee Riba Roja waren. Wer schon mal im Februar in Spanien gefischt hat, weiß das diese Zeit sehr schwierig ist, jedoch mit wahren Giganten belohnt werden kann. Das Wetter kann absolut traumhaft sein oder die reinste Katastrophe. Man muss auf alles vorbereitet sein und schon ein bisschen Erfahrung in Sachen Wallerfischen mitbringen. Die Fressphasen der Waller sind sehr kurz und gilt es abzupassen, wer da seine Köder am falschen Platz präsentiert hat die Woche schon meist verloren. Auch die Köderbeschaffung ist eher schwierig, da gehört schon jede Menge Erfahrung zu. Des Weiteren müsst ihr genau die Köderfische haben worauf sich der Waller eingestellt hat. Es bringt nichts 15 Zander zu fangen, wenn die Waller nur Rotaugen haben wollen. Ich glaube dieses Phänomen ist an keinem anderen Gewässer so stark vertreten, wie hier am Stausee Riba Roja.

Wir starteten bei strahlendem Sonnenschein und 8° Außentemperatur und 7,5° Wassertemperatur, perfekte Bedingungen für einen Frühjahrsansitz. Wir waren schon recht spät dran und somit froh, für die erste Nacht vier Karpfen aus dem Camp für den Start zu haben. Die Platzwahl viel auf eine langgezogene Schilfbank mit Holz im Wasser. Ich wusste aus den Vorjahren, dass es hier meist zu der Zeit wahre Schwärme an großen Rotaugen gibt. Somit überraschte mich auch nicht, dass in der ersten Nacht nichts auf unsere Karpfen passierte. Der nächste Tag begrüßte uns mit sehr langanhaltendem Nebel und Kälte. Als der Nebel sich verzog ging es in Regen über. Ein Wetter, wo man nicht mal seinen Hund vor die Tür jagen würde. Ich jedoch meinen Gast, dem ich bei strömendem Regen das Matchfischen beibrachte. Denn ich wusste, jetzt müssen wir Gas geben und unsere Ködervorräte am besten bis zum Ende der Tour auffüllen, am liebsten mit großen Rotaugen. Und es gelang mal wieder bilderbuchmäßig mit meinem Lieblingsfutter für kapitale Rotaugen, dem“ Red Roach“ von Browning. Die größten Rotaugen hatten eine Länge von 46 cm, wahre Traumfische für jeden Stippangler.

In der zweiten Nacht konnten wir somit die ersten 5 Fische zum Landgang überreden, Rotaugen sei Dank. Unser Ködervorrat war für die Woche voll und somit beschloss ich mit meinem Gast in den Hauptsee zu moven und weiter, bei den widrigsten Bedingungen, Gas zu geben. Mir war sofort aufgefallen, dass alle Bisse ein Meter über Grund kamen und das sehr tief und nur an schlammigen Spots. Bei genaueren Betrachten viel mir sofort auf, dass die Waller bis zum Anschlag vollgefressen waren und am kompletten Körper mit Würmern befallen. Da wusste ich sofort, dass ich einen Platz mit vielen Unterständen, schlammigen Grund und sehr tiefen Wasser suchen musste. Mein Plan ging sehr schnell auf und wir bekamen fast stündlich Aktionen auf unseren genau platzierten Ködern. Die Waller waren noch im Wintermodus und nur tief anzutreffen. Sie machten keine großen Sprünge, somit mussten die Köder so nah wie möglich an den Ruheplätzen präsentiert werden. Unsere Arbeit machte sich bezahlt. Mein Gast konnte mehrere gute Waller am helligsten Tag zum Landgang überreden und das bei Sturm und eisigem Nordwind. Nicht jedermanns Sache, doch für meinen Gast und mich der Lohn für alle Strapazen und Wetterkapriolen. Wir waren mit die ersten Gäste im Welscamp Spanien und zugleich die erfolgreichsten, besonders mit 2 wahren Frühjahrsbollen die wir überlisten konnten . Den krönenden Abschluss bescherte uns ein Gigant. Ich packte bereits die zweite Boje zusammen, da ging auf einmal die dritte Rute krumm. Mein Gast stand total perplex mit krummer Rute am Ufer und bekam sein grinsen nicht mehr aus dem Gesicht, besonders bei dem Anblick des Giganten. Es war der Abschluss-Waller der Tour und gleichzeitig die Nummer 16 des 5-Tages-Trips. Eine sehr harte aber mehr als erfolgreiche Tour.

 

In diesem Sinne.... nutzt jede freie Minute am Wasser, denn selbst auf den letzten Minuten einer Tour kann es gewaltig krachen.

Wir sehen uns am Wasser Jungs.

Euer Chris

 

Sturm und Mond waren weg und jetzt erst recht

 

Mein Plan stand und wir fischten weiter im Zwischenstau denn dort wird es mystisch wenn der Mond verschwindet. Ich beschloss mit meinen Gästen Mathes und Lothar eher auf große Köder zu setzen um den kleineren Wallern aus dem Weg zu gehen. Köder der XXL Klasse waren gefragt und die am besten 60 cm aufwärts. Meine Gäste guckten mich fragend an und sagten nur :”du weißt ja was du machst”.

Ich mag diese Art von Fischerei denn man macht weniger Lärm und bringt sehr wenig druck aufs Wasser.

Die Aufgaben Verteilung war schnell klar,Lothar und Mathes versuchten von Morgens bis Abends große Köder zu besorgen, was leichter war als kleinere zu bekommen und ich kümmerte mich um die Bojen so wie Systeme für die Nacht. Nicht lange und die beiden hatten sechs XXL Köder zusammen die aber leider bei 30Grad im Schatten sehr schwer zu hältern waren. Am Zwischenstau war das aber kein Problem da diese Köder dort auch sehr gut eingestochen kurz über Grund funktionieren.

Die Nacht brach ein im Ebrotal und einige unsere Köder wurden bereits nervös, es lag was in der Luft. Der erste Biss, auf einen toten Zander, lies nicht lange auf sich warten und der Gegner war ein guter Kämpfer. Mathes pullte was das Zeug her gab und konnte so bereits nach einem 15 minütigen drill seinen ersten “Spanischen Bollen” von 2,08m länge in den Armen halten. Was für ein klasse Start in die Woche und so sollte es weiter gehen. Lothar konnte direkt im Anschluss einen Waller von 2,04m zum Landgang überreden und in der folgenden Nacht fingen wir noch weitere 3 Fische bis 1,90m .Ein viel versprechender erster Tag war vorbei.

Die Köderbeschaffung wurde schwerer als gedacht und als Mathes mit einem 87 cm Köder um die Ecke kam schluckte ich auch erstmal. “Wer nicht wagt der nicht gewinnt” dachte ich und brachte den XXL Köder schnell an die Montage. Die Nacht brach wieder ins Tal und wir waren alle gespannt wie ein Flitzebogen was die Rute mit dem 87cm Köder bringen würde.

Es war sehr ruhig und mir war klar, wenn noch was beißen würde dann eine richtige Maschine. Solche Situationen erlebte ich bereits öfter in Spanien und blieb sehr zuversichtlich. Um 4 Uhr Morgens dann geschah das, wo jeder insgeheim drauf gehofft hat und der 87cm Köder wurde Volley genommen. Die Rute stand am Ufer zum zerbersten gespannt mit der Spitze Richtung Wasser und der Fisch nahm bereits von der geschlossenen Fin Nor Schnur. Ein Wahnsinns Anblick denn Mathes, der nicht gerade schwach auf der Brust ist, bekam die Rute nur mit mühe aus dem Halter. Voll im Geschehen geschah dann das unmögliche, die Schnur riss nach drei Sekunden im vorderen Teil.Wir schauten uns fragend an und nach genaueren betrachten des Schnurendes gab es nur eine Erklärung. Der Fisch musste in einem Affentempo, direkt über Grund, in ein altes Muniereisen, welches von Muscheln übersäht, gezogen sein denn die Schnur war auf den letzten 20 metern mehr als nur ausgefranst.

Wir waren mehr als enttäuscht über den Verlust. Ich sagte nur:” Jungs, Kopf hoch. Mehr als schnell an der Rute sein und einen Anschlag setzten, dann fix ins Boot um über den Fisch zu kommen, kann man nicht machen”.

Dieser Fisch jedoch lies uns nicht mal den Hauch von einer Chance. Wir mussten eingestehen das man nicht immer gewinnen konnte und auch mal richtig einstecken! “That's Fishing”.

Die Nacht blieb nach diesen Vorfall leider ruhig doch wir gaben nicht auf sondern weiter Gas. Mathes bekam dann um ca. ein Uhr eine neue Chance von einem Fisch, der ihm zeigte wer der Chef im Ring war. Über 10 Minuten lang machte der Bolle was er wollte bis die “Freestyle” immer mehr die Oberhand gewann. Ein Wahnsinns Schädel spiegelte sich im Schein der Kopflampe und ich versuchte sofort den Waller zu landen. Leider hing der Einzelhaken in der Seite und der Drilling vorne im Maul und das ganze so auf Spannung das ich das Maul des Wallers nicht öffnen konnte. Wir mussten es riskieren und hofften das der Einzelhaken so gut saß,das ich den Drilling als erstes lösen konnte um den Waller packen zu können. Die kleine Operation gelang und ich packte dem Riesen sofort ins Maul um kein weiteres Risiko ein zu gehen. Mathes schrie über den ganzen Ebro denn es war ihm klar das das sein neuer PB ist. Mit genau 2,30m, einem Wahnsinns Schädel und einem richtig dicken Nacken, war das ein Traum von einem Fisch.

Auch Lothar konnte in dieser Nacht noch einen weiteren guten Waller von über 2 m Länge landen und so war das mal wieder eine perfekte Nacht.

Es ging so weiter bis zum Wochenende mit 17 gefangenen Wallern und 6 davon über 2m Länge, wieder eine Wahnsinns Woche mit vielen dicken Überraschungen und überglücklichen Gästen.

 

In diesem Sinne Only Big Ones

Euer Chris

 

Mit großen Schritten in Richtung Vollmond

 

Es war mal wieder soweit und die nächste Vollmondtour stand auf dem Plan. Vier Österreicher waren heiß auf die Tour und für sie das erste mal bei einen von meinen. Ich war selber heiß auf die Fischerei denn Vollmond ist hier in Spanien etwas Besonderes. Vier Jahre beobachtete ich das drei Tage vor bis drei Tage nach Vollmond im See irgendetwas mystisches vorgeht, und die großen Waller in eine Art Fressrausch verfallen, wenn den die Bedingungen passen. Vollmond bring oft starken Sturm mit sich was die Fischerei manchmal zur Tortur werden lässt. Punktgenau Bojen setzen bei Wind bis 70 km/h ist unmöglich, des weiteren springen eure Köder an der Boje wie ein Bungeejumper am Seil, was die dicken und erfahrenen Waller sehr misstrauisch macht.

 

Wir starteten in die Woche am See mit mäßigen Ost Wind bei sonnigen 28Grad . Ein passender Platz war sehr schnell gefunden und zwar weit weg vom Schuss wo ruhe herrscht und jede menge Bäume unter Wasser standen. Der perfekte Ort für diese Bedingungen die gerade herrschten. Wir füllten unsere Zwiebelsäcke mehr als sonst und nahmen nicht einen sondern zwei. Außerdem kamen Bojen zum Einsatz die das doppelte Volumen hatten als der Standart , da ich keine Experimente mache wenn ich im Holz mit der Festmontage fische. Genau an solchen Plätzen gibt es meistens sehr dicke Überraschungen die bei den meisten Anglern in den Bäumen verschwinden, da sie einfach nicht glauben können das ein Waller gerne mal mit einem 20 Kg Sack am Festbojensystem ins Holz verschwindet .

Beim Bojen setzen im Holz sollte man sich deshalb sehr viel Zeit nehmen und sich gut mit dem Echolot vertraut machen denn keinen ist damit geholfen wenn der Waller inklusive System und Schnur in einem Unterwasserhindernis verschwindet und abreißt . Deshalb immer genügend Sicherheitsabstand einplanen, weil ein guter 2meter Waller zeigt dir jeden Baum an wo er hin möchte besonders in den ersten fünf Minuten im Drill.

Meine Bojen waren nach einer Stunde mit genügend Abstand an ihren Bestimmungsort und das warten konnte beginnen. Ich erklärte meinen Gästen jetzt erst einmal das System von A bis Z und was im Falle eines Bisses nicht passieren darf und zwar “niemals die Spannung verlieren und immer richtig Druck machen”. Die vier hatten bereits öfter am See gefischt aber nie an solchen Plätzen mit der Menge Holz unter Wasser. Dazu kam noch das der Uferplatz 8 m über der Wasseroberfläche lag und ein falscher tritt zu einer Katastrophe führen konnte deshalb spannten wir Seile am Abhang um schlimmeres zu vermeiden. Eine gute Nachtbeleuchtung ist ein Muss an solchen Plätzen. Die Sonne verschwand langsam hinter dem Berg und die Fischaktivitäten nahmen schlagartig zu. Im nächsten Augenblick verneigte sich die erste Rute von uns und der Drill auf biegen und brechen im Holz begann . An der Reihe war der Jüngste der Truppe der mächtig zu kämpfen hatte und alle Mühe hatte die Rute von der Bordwand fern zu halten. Als wir an der Boje waren und ich den Fisch ausklinkte, passierte es doch und die Rute schlug direkt auf . Patrick schrie vor Schmerzen und er konnte den Druck nicht mehr stand halten . Ich half ihm die Rute direkt wieder hoch zu reißen. Rudi, der mit auf dem Boot war, nahm ihm sofort die Rute ab und Drillte den Fisch direkt weiter. Nach weiteren fünf Minuten hatte er den ersten Kracher zur Landung bereit und ein jubelschrei ging über den Ebro denn der Anfang war gemacht. Schnell wurde der Waller versorgt und die Montage wieder scharf gemacht. Drei Stunden später schlug es auf der weitesten Boje ein und die Rute verneigte sich zum Halbkreis. Rudi war sofort an der Rute und drillte den Fisch souverän aus. Wieder ein Wahnsinns Brett aus dem Holz, mit an die 2m der zweite gute Fisch in der Nacht. Wir bekamen noch zwei Fehlbisse in den nächsten Stunden.

 

Ich fuhr mit dem Boot raus aufs Wasser um neue interessante Stellen zu finden. Was ich dann sah gefiel mir gar nicht, eine Grünalge die sich im Flussbett immer weiter breit machte. Das ist das schlimmste was einen in Spanien passieren kann, dagegen ist selbst der Wind harmlos. Die Grünalge breitet sich dann auf alle Wasserschichten aus, nimmt dem Wasser den Sauerstoff und es setzt sich bei den Fischen in den Kiemen fest. Die Folge ist, das die Fische an Sauerstoffmangel sterben. Wir konnten beobachten, das dort wo tags zuvor noch Fische waren nun nichts mehr auf dem Echo zu finden war. Als ich meine Köder kontrollierte wusste ich schon bescheid, alle Karpfen und Karauschen die im Flussbett präsentiert wurden waren tot. Sie hatten alle abgespreizte Kiemenbögen und einen aufgerissenes Maul, alles wie beschrieben trifft nur auf die Grünalge zu.

Ich beschloss dennoch den Platz so lange zu befischen wie es ging. Die Uferpartien waren noch frei und man sah noch reichliche Fischaktivitäten. Aber wie sollte es anders sein, es gab für die nächsten zwei Tage noch eine Vorhersage mit richtig Sturm, also wieder Wetter für echte Kämpfer. 24 Stunden vergingen mit drei Fehlbissen und keinem Fisch. Ich endschied den Platz eine letzte Nacht zu fischen denn sicher war, das hier was gutes kommen musste.

Noch einmal wurden alle Bojen neu gesetzt und im Flachwasser in den verschiedensten tiefen präsentiert. Nach zwei Stunden war die Arbeit erledigt und die Sonne verabschiedete sich hinter den Bergen. Wir waren alle sehr erschöpft vom Tag durch die ständige Köder Besorgung bei Sturm sowie vom Umsetzen der Bojen bei halben Meter hohen Wellen. Um 10 Uhr kehrte bereits ruhe ein und wir versuchten zu schlafen. Um 11 Uhr den dann wurden wir alle von einer kreischenden Fin Nor aus dem Schlaf gerissen. Der Wahnsinn, solch einen Einschlag in die Rute hat man nicht alle Tage, dass musste ein Guter sein. Schnell ging es mit Christian aufs Boot denn vom Ufer hätte er nicht mehr lange stand halten können , der Fisch zog seit Minuten ohne Unterbrechung Schnur von der geschlossenen Rolle. Chris kämpfte sich Meter für Meter an die Boje ran denn sein Gegner kannte nur eins und zwar Vollgas. Als wir nach zehn Minuten endlich an der Boje waren klinkte ich den Fisch aus. Christian japste aus vollen Zügen:“boha hat der ne Kraft“. Die Freestyle war auf Volllast und das schon 20 Minuten, dann endlich gewann Christian die Oberhand und machte richtig Druck bis er letzten Endes den Fisch das erste mal an die Wasseroberfläche brachte. Was für ein Brett im Schein der Kopflampe da hoch kam war der Wahnsinn. Ich schätzte ihn weit über 2,40m. Nach weiteren 5 Minuten konnte ich den Waller dann sicher greifen und landen. Sofort legte ich das Maßband an welches uns am Ende 2,45 Meter anzeigte.

Die Freude war riesig und wir kamen erst einmal bei einem kalten San Miguel wieder runter. Mein Plan ging auf und ich freute mich riesig mit meinen Gästen. Was ich dann am nächsten Morgen sah als der Wind abflachte war erschreckend. Überall war die Grünalge und noch dichter wie die Tage zu vor. Ich kontrollierte die Köder und alle waren tot, was ich bei dem Anblick erwartet hatte. Mein Endschluss stand fest, Gewässer wechseln und das schnell um keine Zeit zu verlieren. Ich wollte diesen Platz nur wiederwillig verlassen denn hier wäre unter normalen Umständen bei der Mondphase noch einiges passiert. Und somit beschlossen wir runter in den Zwischenstau zu gehen um die letzten Tage noch erfolgreich hinter uns zu bringen. Wieder mal eine weise Endscheidung den bereits beim Auslegen attackierten die Waller unsere Köder und so konnten wir in nur wenigen Stunden 6 von ihnen überlisten. Das ging an den nächsten Tagen genau so weiter, mit vielen guten Fischen und absolut Glücklichen Gästen. Zum Schluss standen 26 Waller auf unsere Habenseite mit 4 Stück von über 2m. Wären wir im See geblieben und hätten einfach weiter gemacht wäre es einfach verschenkte Zeit gewesen, so haben wir sie bei weitem besser genutzt.

 

Versteift euch nie auf Sachen oder Gewässer, macht immer das Beste aus der Situation, damit ihr permanent erfolgreich bleibt.

 

In diesem Sinne nur Dicke.

 

Gruß Chris

 

Dicker Start in den September !!!!

 

Es war Anfang September und der Herbst kündigte sich mit kalten Nächten bereits in Deutschland an und ich war gespannt was mich in Spanien erwarten wird. Nach 18 Stunden Autofahrt war es endlich geschafft und ich stand wieder an den Ufern des Ebros. Erschrocken wie warm es hier noch war , konnte ich mir bereits denken wie warm das Wasser noch sein musste. Ein Blick auf das Echolot bestätigte meine Befürchtung . 24Grad Celsius ! Das große Herbstfressen war noch lange nicht in Sicht bei der Wassertemperatur. Somit war vor Tour Beginn bereits klar , dass es harte Arbeit und viele Platzwechsel geben wird um ständig an gute Fischen heran zu kommen. Wer große Camps errichtet, wird zu dieser Zeit nicht wirklich erfolgreich sein. So aber erst mal ab zum Bahnhof nach Reus und meine Gäste abholen und gucken für welche Sachen sie überhaupt zu haben sind.

 

Am Bahnhof angekommen winkten die zwei aus der Steiermark, dem schönen Österreich, mir bereits zu und wie soll es anders sein, jeder mit einem frisch gezapften „San Miguel“ in der Hand. Der erste Spruch war: “mit den Spanischen Bier haben wir uns bereits vertraut gemacht jetzt fehlen nur noch die Spanischen Waller“. Ich lachte nur und sagte: “Kümmert ihr euch ums Bier und ich übernehme die Waller dann wird es ein Weltklasse Urlaub“. Wir verstanden uns auf Anhieb und waren sehr schnell auf einer Wellenlänge. Was mir besonders an den Jungs gefiel sie waren zu allen bereit egal welcher Platz egal welcher Aufwand wir sind dabei. Gesagt getan, schnell noch einkaufen gefahren für die Woche um keine Minute am Wasser zu verschenken, den wir hatten viel vor.

 

Schnell ging es ins Camp das Boot beladen um schnell aufs Wasser zu kommen denn wir hatten nur noch drei Stunden bis Sonnenuntergang. Als ich den Sparten, eine Säge und eine Spitzhacke ins Boot packte grinsten die beiden bereits und wussten Bescheid. Ich endschied mich gleich am ersten Tag für das Hardcore Programm und somit endschied, einen Platz im Steilhang der noch gar nicht existierte zu bauen. Das sind genau die Plätze die keiner fischt da alle zu viel Zeug bei haben. Nach 2 Stunden Platz bau reichlich Dörnern in den Händen und jede Menge Schweiß war der Platz fast perfekt. Es passten nur zwei Liegen hin und das nicht einmal gerade, so mit beschloss Hannes in der Hängematte zu schlafen, was ich ziemlich amüsant fand, da ich mir Bildlich vorstellen musste wie er beim Biss da wohl raus kommt.

 

Die Bojen waren sehr schnell gesetzt dank meinem neuen Spielzeug mit Struktur Scann und Side Imaging. Sie lagen auf den cm genau an ihren Bestimmungsorten und das warten konnte beginnen. Die Ruten tanzten den Wellen nach und die Köder arbeiteten perfekt. Es passierte nichts, bis um 2 Uhr in der Nacht die Rute nach vorne schnellte und Hannes aus der Hängematte als erstes an der Rute stand. Ich war schon sehr beeindruckt!! Nach kurzen Drill konnten wir einen 1,30m Waller landen und er konnte seinen ersten Spanischen Waller in den Händen halten. Den Rest der Nacht blieb es ruhig. Ich wollte diesen Jungfräulichen Platz einfach noch nicht verlassen da hier richtig gute Fische standen. Somit beschloss ich alle vier Bojen noch einmal auf andere Tiefen sowie an anderen Kannten zu fischen. Gesagt getan und es kam wieder nur ein kleiner Waller in der Nacht. Mir war sofort klar, dass hier im See bis zum Vollmond sehr wenig passieren wird. Die Fische standen auf allen tiefen und waren vollgefressen. Sofort slippten wir unser Boot aus dem Stausee und ging eine Etage tiefer in den Zwischenstau. Die Vorteile von diesem Abschnitt sind die flachen Krautigen Bereiche wo man die Fische sehr schnell ausmachen kann.

 

Wir endschieden uns für einen Platz an einen Fäkalieneinlauf direkt vom Dorf. Ich kann euch sagen bei Sonne und 35Grad im Schatten, so ein Gestank ist nicht gerade schön, besonders nicht wenn vor einen die Sch.... Haufen an der Oberfläche treiben. Ich wusste bereits im Vorfeld das hier wahre Giganten wohnen und deshalb fragte ich meine Gäste noch einmal ob wir es hier versuchen wollen. Beide sagten „Sch.... drauf klar versuchen wir es hier“. Und ich musste laut lachen und erwiderte: „Genau Sch... drauf „. Im wahrsten Sinne des Wortes.

 

Die Bojen waren schnell gelegt und ich endschied mich Freeline zu fischen, direkt über den Krautfeldern. Die vier Montagen lagen gerade an ihren Platz und die Sonne knallte voll auf die Wasseroberfläche als auf einmal ein Waller von über 2m Länge sich aus dem Wasser schraubte und unsern Köder attackierte. Meine Gäste haben vor Freude dann glatt zu früh angeschlagen. Passiert schnell! Die Rute wieder scharf gemacht und weiter geht’s. Die Montagen lagen wieder keine 15 Minuten und es passierte wieder ! Ein Waller von weit über 2 m Länge schraubte sich mit kompletter Länge aus dem Wasser und saugte unsere Karausche von der Oberfläche, ein Wahnsinns Anblick. Der Fight begann und mein Gast Andi musste zeigen was er kann. Nach 15 Minuten konnten wir den riesigen Schädel das erste mal sehen und mir war sofort klar“ der hat 2,40m“. Andi , komplett aus dem Häuschen, gab noch mal alles. Nach weiteren 5 Minuten konnte ich ihn sicher landen, 2,45m!! Der Wahnsinn, und die Freude war riesig. Genau eine halbe Stunde später kam wieder eine heftige Attacke an der Oberfläche und diesmal war Hannes dran, der mächtig zu kämpfen hatte denn auch sein Gegner am anderen Ende war nicht klein. Nach 15 Minuten trauten wir unseren Augen nicht „wieder so ein Gigant“!! Das genaue messen ergab 2,40m und ab diesem Moment gab es für die Jungs kein Halten mehr. Ein Doppelpack von über 2,40m,“ der Wahnsinn“!!. Beide hatten innerhalb ein paar Stunden ihren P.B. getoppt!

 

Genau so ging die Woche weiter, wir kämpften und wurden jeden Tag mit mehreren guten Fischen belohnt. Selbst bei einem heftigen Sturm, der uns den Kies und Sand in den Schlafsack wehte, drillten wir weiter. Es sah danach aus wie nach einem Krieg, alles war mit einer dicken Sandschicht bedeckt und wir drei wie „die Erdhörnchen aus dem Ebrotal“.

Trotz schwierigen Situationen meisterten wir zu Dritt jede Situation und erkämpften uns jeden Fisch.

Gekommen sind zwei als Gäste, gegangen sind sie als Freunde denn diese Woche wird uns dreien noch lange in der Erinnerung bleiben. Mit 28 gefangenen Wallern, wovon acht die 2 m Marke knackten, war das ein Wahnsinns Erlebnis .

 

In diesem Sinne: nur 1000% am Wasser bringen dicke Kracher.

 

Euer Chris

 

Vollmond Nacht in Deutschland

 

 Eine erfolgreiche Nacht in Deutschland!!

Nach mehreren Tagen Unwetter mit Sturm,Regen und starken Gewittern beschloss ich mit meinem Kolegen Sascha Becker mal wieder an zu greifen für eine Nacht. Wir hatten in nur 6 Stunden 3 Bisse und zwei schöne Deutschländer konnten wir verhaften. Eine absolute top Nacht mit schönen Wallern, so kann es weiter gehen.


Gruß Chris

 

Laichzeit oder Beißzeit

 

Mir war vor Tour beginn direkt klar das es eine der schwierigsten Zeiten des Jahres ist. Denn wenn die Waller am laichen sind geht mal nichts, die Fische sind zwar da beißen aber nicht. Selbst wenn der Köder direkt über einen Waller positioniert ist interessiert der Waller sich nicht für Beute. Jedoch hat Spanien jede Menge verschiedene Gewässer wo man immer ausweichen kann falls die Waller schon am laichen oder in der Vorbereitung sind. Mein Plan war es im wärmsten Abschnitt an zu fangen um mir ein Überblick zu verschaffen.

 

Es war der 25.05.20013 ein regnerischer Tag mit viel Sturm als wir in Spanien angekommen waren.

Schnell wurden alle Sachen vorbereitet und ab ging es an den Fluss. Was wir dann sahen war ein Fluss der fast ums doppelte angeschwollen war, und eine Strömung hatte die nicht gerade ungefährlich war. Schnell das Boot geslippt und beladen und ab in die Hochwasserhölle. Ab den Moment war klar das hier nichts laichen würde,ein Blick aufs Echholot bestätigte meine Vermutungen 14° Wassertemperatur.

Mein Plan stand eine Bucht zu befischen wo sich jede Menge Treibgut so wie Futterfisch sammelte. Schnell waren vier Fallen scharf und das Warten konnte beginnen. Die Dämmerung begann sehr schnell und wir merkten sehr schnell die lange Fahrt in den Knochen. Jedoch verneigte sich die erste Rute bereits in der Dämmerung. Es war die Rute die am weitesten in der Bucht lag,jedoch leider nicht gehackt wurde. Schnell wieder scharf gemacht und ab auf die Liege es war bereits dunkel geworden.Es passierte nichts mehr bis Mitternacht und dann war Biss auf Biss angesagt die Ruten verneigten sich fast im viertel Stunden Takt so das ich mit dem raus bringen nicht mehr nach kam. 5 Bisse und nur 2 Waller der 1,20m Kategorie. Was war da bloß los sind die Waller einfach zu voll gefressen und wollten nur spielen. Es wurde wieder sehr ruhig schon über 2 Stunden. Auf einmal schlug es auf der Bojenmontage richtig ein die ich an der Strömungskannte positionierte . Und es begann ein Drill der Extraklasse der meinen Gast so einiges abverlangte. Den er jedoch nach 20 Minuten für sich entscheiden konnte. Ein Waller von 2,24m mit einen richtigen Bullenschädel und richtig fetten Bauch. Es blieb ruhig bis zum Morgen jedoch war in der Bucht richtig Aktivität an Futterfisch. So beschlossen wir eine weitere Nacht hier zu bleiben den hier zog alles rein was groß und hungrig war,dass war mal klar.

 

Der zweite Tag begann sonnig und wir vertrieben uns die Zeit mit dem Feedern wo wir innerhalb weniger Stunden mehrere Karpfen wie Rotaugen überlisten konnten. Die Nacht konnte kommen und wieder bereits kurz vor der Dämmerung schlug es ein,der wieder nicht hing zum verrückt werden. Bereits eine Stunde nach Sonnenuntergang verneigte sich die nächste Rute bis ins Handteil und ein guter Fight begann der sich wieder über 15 Minuten hin zog. Nach mehreren harten Fluchten kam der Waller das erste mal an die Oberfläche mit seinem gewaltigen Kopf und verabschiedete sich direkt wieder in die Tiefe. Nach weiteren 5 Minuten war der Fisch zur Landung bereit ein starkes Männchen mit 2,31m. Absolut Weltklasse was hier Fisch unterwegs war. In nur 30 Stunden konnten beide bereits ihre Personal Bests knacken der Wahnsinn und das wie viele behaupten zur einer Gurkenzeit wo eh nichts geht. Wir konnten in dieser Nacht weitere drei Fische bis 1,82m landen,wieder vier Waller in einer Aktion reichen Nacht.

 

Wir bleiben hier beschlossen meine Gäste und ich bei den Aktionen. Ich bin eigentlich kein Freund von langen Ansitzen auf einen Platz,jedoch bei den Bedingungen und dem Spot ein ganz klares Muss. Auch in der dritten Nacht kamen die Bisse bereits sehr früh mit sehr guten Fischen die meinen Gästen alles abverlangten . Und so mit lagen bereits um Mitternacht wieder zwei Waller von genau 2,08m auf unserer Matte.Zwei weitere bis 1,70m kamen dann noch bis zum Morgen.

An meinen Geburtstag der nicht hätte besser laufen können schlug es dann noch einmal beim Caffee trinken ein was mein Fisch sein sollte. Ein schöner Geburtstags Waller von 1,80m der mir wohl gratulieren wollte.Wir beschlossen nach diesen drei mehr als erfolgreichen Nächten meinen Geburtstag zu feiern und Abends schön essen zu gehen und am Nächsten Tag wieder an zu greifen.Jedoch traf es uns am nächsten Tag wie der schlag als Meter hohe wellen in die Bucht rauschten. Sofort guckten wir ins Netz nach der Wettervorhersage und was soll ich sagen Lebensgefahr und absolut kein Spaß. Gemeldet waren Windstärken über 70 km/h und das für die nächsten drei Tage, ein schlag ins Gesicht.

 

Wo drauf meine Gäste locker antworteten: Wir müssen hier keinen mehr was beweisen die Tour war mehr als erfolgreich dann fahren wir halt. Was ich nach der Wettervorhersage auch für das beste befunden habe. Sicherheit ist das wichtigste bei einer Tour besonders wenn man als Guide die Verantwortung hat. Jeder der mich kennt weiß das meine Einstellung ist geht nicht gibt es nicht!!! Jedoch haben wir in nur drei Tagen die Fische gefangen die das komplette Camp in den letzten 4 Wochen nicht gefangen haben und so mit mehr als Perfekt. Es war mal wieder eine Tour wo von allem was dabei war und wir hatten jede menge Spaß und richtig gute Fische, und meine Gäste jeder seinen neuen PB. Und das zur einer der schlechtesten Zeit in den meisten Revieren. Der richtige Weg ist das Ziel zum Erfolg !!!

 

In diesem Sinne

Immer nur Digggge


 

Französischer Gewichtsrekord und eine Tour ins Unbekannte

 

 

Nach den Frühjahrstouren hatte ich endlich ein paar Wochen Zeit um neue Reviere zu erkundschaften so stand der Termin sehr schnell fest. Es sollte sechs Tage an die Petite Rhone gehen ins Camp von Nils Meuthner von Dschungelwaller. Eine passende Begleitung war schnell gefunden und zwar Uli der im Frühjahr bereits bei einer von meinen Touren dabei war und leider den Fisch seines Lebens verloren hatte mit weit über 2,50m. Diesmal nicht als Gast sondern als Freund den bei ihm war ich mir sicher das er zu allem bereit war um an einem guten Fisch zu kommen genauso wie ich. Die Vorbereitungen wurden peinlich genau genommen, den das ist das wichtigste bei einer Tour ins Unbekannte.

 

Ein Tag vor Anreise war klar 3 Meter Hochwasser und die Waller fressen seit über einer Woche wie die Scheunendräscher. Mir war klar das diese Fressorgie nicht mehr lange anhalten kann. Ich befürchtete das schlimmste das wir genau die Zeit erwischen wo das Wasser fällt und die Waller das fressen einstellen. Jedoch waren wir zu allem bereit und aufgegeben wird schon mal garnicht, den die Vorbereitung ist schon mal die halbe Miete. Die 12 Stunden fahrt mit dem Bosten Whaler im Schlepptau vergingen im Flug den wir waren heiß und Neugierig auf das unbekannte Abenteuer Petit Rhone bei extrem Bedingungen.Kurz vor unserm Ziel sahen wir jede menge weiße Wildpferde und schwarze Stiere so wie Flamingos die über uns hin weg flogen, hier waren wir richtig Um 8 Uhr waren wir da und es ging direkt los Bootslippen,Schlauchboot aufpumpen,Boot beladen und ab. Meine Plan war es erst mal vom Camp Strom auf den Fluss ab zu fahren um mir ein Überblick zu verschaffen . Das merkten wir auch sehr schnell am Tank als am ersten Tag bereits 50 Liter Benzin dabei drauf gingen. Der erste Platz war schnell gefunden in einer Außenkurve,jedoch waren wir sehr angeschlagen da wir beide über 48 Stunden wach waren. Schnell wurden noch 4 Ruten abgespannt und was gegessen und dann schnell in den Schlafsack und schlafen. Zweimal wurden wir in dieser Nacht geweckt von meinen Piepsern jedoch beide mal zu spät und so mit konnten wir keinen verhaften . So mit beschloss ich am nächsten Morgen direkt weiter zu moven , den es warten noch einige Plätze auf uns. Diesmal ging es voll in die Strömung direkt an einer Geraden nach einer Außenkurve. Wo wir bereits in der ersten Nacht nicht nur von den Flamingoschrecks, Moskitos oder Kuckuks geweckt worden sind ,nein hier war Aktion an der Rute. In nur einer Stunde konnten wir zwei schöne Waller verhaften von 1,85m und 1,96m der Anfang war gemacht. Wir beschlossen die kompletten 6 Tage unsere 6 Ruten einfach nur runter zu fischen, dass heißt es wurde so bald es dunkel war keine Rute neu gesetzt um möglichst keinen Druck aufs Wasser zu bringen. Den wir wollten keine Chance unversucht lassen um an den ultimativen Urfisch zu kommen. In der zweiten Nacht an diesem Spot knallte es dann richtig und der Fisch verlangte uns so einiges ab, er zog uns mit dem Mission Craft hin wo er wollte. Jedoch nach 15 Min Drill konnte ich den Rhonebüffel sicher ins Mission Craft ziehen. Die 2m weit geknackt das Maßband blieb bei 2,20m stehen der Wahnsinn. Morgens nach dem Fotoshooting ging es direkt weiter zu neuen Ufern. Diesmal in einer Innenkurve in einem Gebiet wo das Nachtangeln nicht erlaubt war. So wählten wir einen Platz der sehr hoch gelegen war um auch tagsüber an das andere Ufer zu spannen um die Französischen Bootsfahrer nicht zu verärgern oder zu behindern. Der Platz war perfekt alle Franzosen grüßten uns nett und wir fingen die dicksten Waller am helligsten Tag. In nur wenigen Stunden konnten wir wieder zweimal die 2 m Marke durchbrechen mit 2,05m und 2,30m der Wahnsinn ging weiter. Und somit beschloss ich wieder einmal zu moven den der Ultimative Urfisch war noch nicht dabei . Das Wasser war ein Tag zu vor um 1,5m gefallen und somit konnten wir auf einer kleinen Sandbank fischen die es vor einem Tag noch garnicht gab. Der Platz schien mir der perfekteste Großfischplatz der Strecke zu sein jedoch gab es hier leider keine Uferplätze nur diese Sandbank. Mir war klar wenn das Wasser nur um 30 cm steigt ist hier Land unter. Wir konnten in nur wenigen Stunden wieder drei gute Fische fangen bis knapp an die 2m Marke. Wir waren so in Aktion das wir garnicht merkten das Uli´s Zelt bereits unter Wasser stand. Schnell das Zelt umgebaut den ich wollte diesen Platz halten bis zum bitteren Ende. Nach einer ruhigen Nacht mit viel Schlaf endschied ich mich noch einmal eine Rute an das andere Ufer zu fahren und zwei U-posen zu setzen an unserem Ufer. Und was dann geschah wird uns beiden noch lange im Kopf bleiben.

 

Die Rute am anderen Ufer lag gerade einmal 10 Min als es einschlug wie eine Bombe. Der Tanz begann und wir folgten den Fisch direkt mit dem Mission Craft in voller Strömung. Nicht wie bei dem anderen begann der Drill erst als wir über den Fisch waren Nein er zog direkt wie ein Dezug hin wo er wollte und nahm Schnur von der geschlossenen Fin Nor. Nach 20 Min auf biegen und brechen arbeiteten wir uns mit der Freestyle sicher über den Fisch. Und dann legte der Rhonebüffel mal den Rückwärts Gang ein und es ging Strom auf und wir folgten unfreiwillig. Dieses Verhalten konnte ich bereits mehrere Male beobachten , jedoch nur bei Fischen jenseits der 2,40m. Ich wusste sofort das es ein Eigentor war von ihm ,den jetzt sind wir wieder im Rennen, den er verbraucht Strom auf viel zu viel Kraft. Nach weiteren 10 Min wechselte der Fisch dann wieder Strom ab jedoch zu spät. Uli gab noch einmal alles und dann kam er an die Oberfläche. Uns beiden blieb der Atem stehen, uns guckte ein Schädel an den wir nieeee zu vor gesehen hatten einfach Ohne Worte gefolgt von einem Nacken und Bauch den ich nie zu vor gesehen habe. Ich setzte sofort zur Landung an den diesmal kommt er ins Boot das ist unser Fisch rief ich Uli zu. Als ich mit den Händen direkt ins Maul gegriffen hatte explodierte die Dame dann noch mal richtig, und ich dachte gleich reißt es mich auseinander was eine Kraft. Ich ließ ihn nicht mehr los jedoch bekam ich ihn nicht ins Boot uns somit zogen wir den Giganten zu zweit mit vereinten Kräften ins Schlauchboot was fast ein U-Boot gewessen wäre, den die Dame hatte Gewicht und das nicht gerade wenig.

 

Nach genauen Messen und wiegen mit mehreren Leuten war die Paaaarty perfekt 2,58m und 122,16 Kg Französischer Gewichtsrekord!!!!

 

Das Angeln wurde sofort eingestellt den jetzt war feiern angesagt. Eine Wahnsinns Tour ins Unbekannte ein voller Erfolg für Chris Adventure Tours.

An dieser Stelle noch mal den größten Dank an Nils von Dschungelwaller der uns einen erstklassigen Service geboten hat. Er brachte uns Benzin und Getränke in den Dschungel und machte von unseren Fängen die besten Bilder. Trotz langer Anfahrt und großen Aufwand war Nils immer da wenn man ihn brauchte einfach Weltklasse.

Mehr als zu empfehlen wenn ihr auch einmal im Dschungel Frankreichs fischen wollt.

 

In diesem Sinne nur digggge!!!

 

Euer Christian Höing

 

Kalter Start am Rhein

 

 

Seit langem war die Osterzeit nicht mehr so kalt und verschneit wie in diesem Jahr. Der lang ersehnte Frühling ist noch lange nicht in Sichtweite. Da ich allerdings eine Woche Urlaub habe und mein Freund Christian Höing wieder aus Spanien zurück ist, sollte es zum Wallerfischen an den Rhein gehen. Die Bedingungen sind zwar alles andere als gut, aber zu Hause auf schönes Wetter warten ist weder Christians noch mein Ding.

 

Schnell sind die nötigen Besorgungen gemacht. Mit meinem Boston Whaler im Schlepptau geht es Richtung Niederrhein. Dort angekommen registrieren wir beide erst richtig wie kalt es noch ist. Ein heftiger kühler Wind bläst uns ins Gesicht. Die Wassertemperatur beträgt gerade mal gute 6 Grad. Schon jetzt wissen wir, dass diese zweitägige Tour kein Zuckerschlecken werden wird.

Die harten Bedingungen erfordern entsprechendes Equipment: Gasflasche, Heizung, Winterskin und entsprechende Bekleidung kommen zu dem Standard Tackle dazu. Dies führt zu einer heftigen Beladung des Bootes. Auf einmal bekommen wir die Gerätschaften zumindest nicht mit. Daher beschließen wir zweimal zu fahren.

 

Mehrere Kilometer werden von uns zurückgelegt, bevor eine geeignete Stelle zum Fischen gefunden wird. Immer wieder knallen die Wellen des Rheins gegen den Bug und durchnässen unser Tackle. Auch wir bekommen reichlich vom kalten Wasser ab. Nach einer Viertelstunde sind unsere Knochen durchgefroren. Der eisige Ostwind verlangt uns beiden schon jetzt eine Menge ab. Nach einer Weile haben wir jedoch eine geeignete Buhne gefunden. Eine Stelle mit einem 7 m tiefen Loch soll es sein. Christian lasse ich mit der ersten Fuhre am Platz zurück um das restliche Tackle zu holen. Jetzt geht es mit einem leichten Boote per Gleitfahrt und Vollspeed zurück zum restlichen Equipment. Als ich zurückkomme stehen Zelt und Ruten bereits. Zum Glück! An ein Aufwärmen am Ofen ist allerdings noch nicht zu denken. Die Beköderung und das Ausbringen der Montage stehen an. Jede Minute muss genutzt werden. Nur so sind die Chancen auf einen Wallerbiss maximal genutzt. Christian fischt eine Rute direkt vor der Steinpackung mit einer Umlenkung mit einer U-Pose. Alle anderen drei Ruten werden per U-Pose in den tiefen Bereichen des Buhnenfeldes abgelegt. Jetzt macht sich der Einsatz des Bootes bezahlt. Ohne Boot funktioniert das Fischen auf Waller zwar auch, jedoch ist man dann nicht in der Lage die Ruten punktgenau an den Kanten zu platzieren, was bei derart harten Bedingungen besonders wichtig ist.

 

Nachdem die Montagen mit den toten Köderfischen ausgelegt sind, gehen wir endlich zum gemütlichen Teil der Session über. Ich kann gar nicht beschreiben für wie bescheuert man uns halten muss bei diesem Wetter einen Walleransitz zu wagen. Nach einer Weile sorgt die Zeltheizung aber für angenehme Temperaturen, so dass ich irgendwann auch wieder Gefühl in den Händen bekomme. Bei einem Bier beginnt das Fachsimpeln und Warten auf einen Wallerbiss.

Tatsächlich kann Christian am späten Abend die erste Attacke verbuchen. Leider bleibt der Fisch nicht hängen. In der restlichen Zeit tut sich ebenfalls nichts mehr.

 

Nach einem Kaffee am nächsten Morgen werden alle Ruten kontrolliert. Zwei Köderfische fehlen und somit waren 50% der Ruten unscharf. So ein Mist. Da aber noch eine weitere Nacht bevor steht, werden alle Ruten noch einmal sorgfältig beködert und platziert. Dieses Mal fischen wir an allen vier Ruten eine U-Posen Montage. Zwei im tiefen Loch vor dem Buhnenkopf und zwei etwas weiter hinten an der Kante zur Fahrrinne. Lange Zeit passiert gar nichts… Zwar zeigt sich endlich die Sonne aber kalt bleibt es trotzdem. Die meiste Zeit hocken wir also im Zelt und warten auf den lang ersehnten Wallerbiss. Am Nachmittag machen sich noch einmal die Strapazen vom Aufbauen am Vorabend bemerkbar. Wir beide schlafen ein und werden erst am frühen Abend wach. Für das leibliche Wohl bleibt am Abend noch viel Zeit, da die Ruten alle schon platziert sind. Nach einer gehörigen Portion Bratkartoffeln und Steak werden noch schnell ein paar Fotos von einem sehr schönen Sonnenuntergang gemacht. Schnell ist es wieder dunkel und die heiße Phase beginnt. Doch erst um halb zwei in der Nacht werden wir von einem der Bissanzeiger geweckt. Eine meiner Ruten wird heftig nach unten geschlagen und stellt sich dann in „entspannter Haltung“ zurück. Biss!!! Ohne auch nur daran zu denken die Schuhe anzuziehen spurte ich aus dem Zelt zur Rute und setze einen kräftigen Anhieb. „Hängt!“, rufe ich Christian zu. Der begibt sich ebenfalls aus dem Zelt um die Landung vorzubereiten.

 

Der erste Waller 2013 hängt am Haken. Auf Grund der Wassertemperatur ist dieser aber schnell gelandet. Man merkt an der Rute, dass der Fisch noch nicht die volle Power wie im Sommer hat. Schnell ist der Fisch versorgt und ab geht’s in Zelt zurück. Die Kälte spüren wir extrem. Durchgefroren wärmen wir uns erst einmal an der Heizung auf. Wir beschließen die Rute nicht neu zu beködern. Lieber lassen wir schnell Ruhe am Platz einkehren und hoffen, dass sich noch eine der drei scharfen Ruten verneigt. Leider passiert bis zum nächsten Morgen nichts mehr. Wir packen das Tackle sehr früh ein. Eine kurze Fotosession wird noch gemacht. 1,51cm ist der Waller lang. Zwar handelt es sich hierbei nicht um einen Riesen, aber dennoch stellt dieser Fisch einen tollen Auftakt für die bevorstehende Saison dar. Nachdem das Tackle auf das Boot geladen ist, geht es Richtung Heimat. Frisch infiziert vom Rhein Virus!!

Wir kommen wieder keine Frage der Anfang ist gemacht.

 

Tour 2. Spanien Riba Roja vom 17.03.-24.03.2013

 

 

Runde 2 im Kampf gegen das Wetter und den vollgefressenen Wallern. Mir war direkt zum Start von der Tour 2 klar wir müssen umschalten, nicht mehr flach angreifen sondern eine Etage tiefer. Den das Wetter war mehr als bescheiden mit dicken dunklen Wolken,Regen,Wind,Kälte und dicken Nebelbänken am Morgen. Meine zwei Gäste für jede Situation gerüstet und für alle Schandtaten bereit,ganz nach meinem Geschmack. So baute ich vor Tour beginn extra einen neuen Platz, was mir vier Stunden harte Arbeit bescherte,viele Dörner in meiner Hand,eine kaputte Watthose und sehr viel Schweiß. Das besondere an diesem Platz war das sich das warme Wasser dort staute, und wir alle verschiedenen Tiefen befischen konnten und noch eine kleine flache Bucht in Spannweite hatten. Der perfekte Spot fürs Frühjahr und Jungfräulich wie die Mutter Teresa.

 

Das besondere an diesem Spot war das bereits die Zander in Schwärmen an der Buchteinfahrt standen bereit zum laichen. Da ist der Waller nicht weit den kurz danach rücken die Rotaugen nach und es gibt immer einen reich gedeckten Tisch. Ich rede nicht lange um den heißen Brei: Es war zum schreien die Waller klauten uns an einer Tour die Köder oder knallten unsere Köder platt egal was man auch machte oder wie man seine Montagen verfeinerte. SO schwer es mir viel wir mussten weiter trotz der harten Arbeit. Ich bin eher der mobile Angler und sitz nicht gerne was aus besonders weil eine Woche schnell vorbei ist und meine Touren für große Waller stehen. So beschloss ich mit einem Gast direkt einen neuen Platz zu suchen den wir auch schnell gefunden hatten. Ein kleiner Tipp von mir Platz Endscheidungen werden auf dem Wasser getroffen nicht vom Ufer. Das Echolot war Schwarz und Riesen Fischschwärme waren zu sehen darunter schöne Sicheln einfach perfekt. Das einzigste Problem war dort gab es kein Uferplatz nur Dornenhecke und Bäume.

 

Ich sagte nur zu Mark hier müssen wir sitzen nicht ganz aus gesprochen fingen wir auch schon an wie die bekloppten einen versteckten Platz zu bauen. Wieder 4 Stunden harte Arbeit zu zweit und jede menge Schweiß war es geschafft. Viele denken sich jetzt bestimmt das kann man auch einfacher haben, das stimmt aber nicht meins den ich will Großfisch den der See beherbergt immer noch wahre Giganten die noch nie einen Haken gesehen haben. Genau die wir haben wollen wo ich alles für machen würde und wenn es nur bei einem Versuch bleibt. Schnell Umgezogen und alles wieder aufgebaut die Montagen Punkt genau gelegt und eine sehr große Fläche abgedeckt um die Chancen weiter zu erhöhen und um nicht zu viel Druck aufs Gewässer zu bringen zwecks Bojen geboller usw. Schnell fingen wir die ersten halbstarken Waller aber natürlich auch wieder jede menge Fehlbisse die Waller waren immer noch voll bis Anschlag. So mit ging unser Ködervorrat sehr schnell zu neige.

 

Schnell fingen wir an zu Feedern und Treffer voll ins Schwarze wie das Echolot uns vorher schon verriet. Rotauge über Rotauge und eine schöner wie die andere. Schnell konnten wir unsere Setzkescher wieder füllen und hatten innerhalb weniger Stunden über 60 Rotaugen bis 48 cm. Die Arbeit machte sich bezahlt und wir wurden in den Morgenstunden belohnt mit einem richtig fetten Ebrobullen der Bann war gebrochen und es gab uns wieder richtig Mut. Wir konnten weitere kleiner Exemplare fangen, doch es war mal wieder an der Zeit neue Wege zu gehen und somit beschlossen wir uns für die letzten zwei Tage auf dem Hauptsee zurück zu kehren wo das Wasser zwar Kälter war jedoch einige Hot Spots hat.

Der Große Nachteil Wind Wind und Wind halbe Meter hohe Wellen und nur Holz unter Wasser. Das besondere an diesem Platz der Matarana brachte mittlerweile klares Wasser und von oben kam immer noch Braune Suppe und bei uns mischte sich das Wasser einfach perfekt. Bereits kurz nach dem Auslegen kam der erste Biss und so ging es weiter jede Stunde wurde einer unserer Köder attackiert doch nur wenig blieben hängen .

 

Diese Situation kannten wir ja bereits und so mit waren wir bei dem kleinsten zupfer an der Rute und fuhren diese dann direkt nach dem kleinsten Zupfer wieder ab nur eine scharfe Rute bringt Fisch. Und so waren wir dann mehr im Boot als am Land, dass war uns egal und irgendwann kommt die dicke Belohnung aushalten ist an gesagt . Die Dunkelheit brach ins Ebrotal der Wind fegte weiter mit Windstärke 4 und die Ruten wippten im Wind alle in einem Rhythmus. Die Blicke von uns ließen die Ruten spitzen nicht mehr aus den Augen wir waren bereit. Und dann passierte es Die Rute die am weitesten gespannt war verneigte sich bis ins Handteil und Uli war sofort zur Stelle um seine Belohnung für alle Strapazen zu ernten. Ich hatte alle Mühe das Boot in Richtung Boje zu halten da der Wind richtig auffrischte. Uli gab alles und wir merkten sofort das es ein wahrer Gigant war der Uli gerecht wird. Keiner der beiden gab nur einen Meter nach und so prallten zwei Kämpfer auf einander. Der Kampf ging mittlerweile schon über 25 Min jedoch merkten wir das der Fisch sich in einen Olivenbaum festsetzte jedoch gewannen wir immer noch ein wenig Schnur. Dann kam mir die Idee wir müssen von hinten an den Bojenausleger um den Fisch entgegengesetzt raus zu bekommen. Ich packte mir sofort den Ausleger jedoch hing er den ersten Moment ich erhöhte den Druck und plötzlich war er frei.

 

Was dann geschah verschlug mir die Sprache und es war schon fast unheimlich. Ich packte mir nun den Karabiner vom Ausleger um den Fisch aus zu klinken damit uli ihn frei drillen konnte. Plötzlich schoss ein Schädel aus der tiefe Richtung Ausleger der mir die Sprache verschlug was ein Brett der Wahnsinn nie zu vor solch ein gewaltigen Ebrobullen gesehen mit solchen ausmaßen. Er drehte sich Majestätisch mit seiner ganzen Länge und tauchte wieder ab. Sofort löste ich die Schnur aus dem Karabiner des Auslegers ,der Fisch war frei und zum greifen nahe. Was dann geschah geht mir Heute noch durch dem Kopf. Der Fisch schoss unters Boot und Uli hielt dagegen wir waren uns sicher das es eine der letzten Fluchten waren und dann geschah es. Es machte ping und das 1,4 mm Mono Vorfach knallte von einander der Traumfisch war weg und wir am Boden. Wir trieben noch 10 weitere Minuten über den See, Uli mit der Rute in der Hand und schüttelnden Kopf und ich mit dem Kopf auf dem Steuerstand beide ohne Worte und glaube ich noch nie mehr Enttäuscht wie in dieser Situation. Ich glaube viele können sich jetzt Vorstellen was einen in so einem Moment durch den Kopf geht. Was,Wieso,Warum und warum bei uns.

 

Viele Mythen gibt es ja über solche Uhrgiganten wo ich nicht eine von glauben konnte da keiner die Fische gesehen haben und einfach abgerissen sind usw. Ich denke noch Heute das es auch bei uns besser so gewesen wäre, den es gibt nichts schlimmeres einen Ausnahmefisch zu verlieren den man bereits in kompletter Länge gesehen hat. Doch es musste weiter gehen und da waren wir uns einig aufgegeben wird erst wenn wir im Auto sitzen Richtung Deutschland. Wir kämpfen die letzten 24 Stunden weiter wurden jedoch nur noch mit kleineren Wallern belohnt. Manchmal Gewinnt man manchmal verliert man so wie in fast jeder Situation. Jedoch ein einmaliges Erlebnis was uns bis ans Lebensende noch verfolgen wird. Ich glaube deswegen such ich seit Jahren die Herausforderung am Wasser um jeden Gast zu so einem Fisch zu verhelfen. Wieder einmal haben wir in der Woche die meisten Waller zum Landgang überreden können so wie einen weiteren Frühjahrsbolle wo viele Angler von geträumt hätten jedoch leer ausgingen. Es war eins der schwersten Bedingungen die ich mich je mit meinen Gästen stellen musste jedoch ein unvergessliches Abenteuer. Was mich jetzt schon wieder heiß auf den nächsten Touren macht.

 

Wenn auch sie mal in den Genuss eines solchen Abenteuers kommen möchten dann sind sie bei mir genau richtig. Mit Chris Adventure Tours zum Traumfisch bei mir seit ihr genau richtig.

 

In diesem Sinne

 

Tight Lines


 Tour. 1 Spanien Riba Roja vom 10-03.-16.03.2013

 

 

 Endlich war es soweit die erste Tour des Jahres stand an, und ich freute mich riesig auf diese Tour. Endlich weg aus dem verschneiten und frostigen Deutschland ab ins sonnige Spanien. So war zu mindestens der Plan und die Vorhersage für die ersten drei Tage. Die 13 Stunden fahrt vergingen im Flug da ich motiviert war bis in die Haarspitzen. Schnell noch Kalle begrüßt der schon wieder für ein Guiding am packen war und auch drei Tage am Stausee sein Glück versuchte. Bei mir standen erstmal Vorbereitungen auf den Plan wie Ruten montieren und das Boot beladen. Danach wurde erstmal ausgeschlafen den meine Gäste standen am nächsten Morgen schon im Camp. Und waren genauso heiß wie ich auf die erste Tour des Jahres.

 

Wir konnten direkt starten da ich bereits alles Vorbereitet und das Boot beladen habe. Jedoch habe ich nie zu vor den Stausee Riba Roja so zu Gesicht bekommen. Egal wo man hin guckte riesige Felder Treibgut so wie riesige Schilfinseln die den See runter trieben. Die Wasserfärbung braun wie Kaffe und richtig Strömung drauf. Kalle hatte es mir bereits im Vorfeld berichtet. Über einen Monat kam aus allen Flüssen die in den See treffen richtig viel Wasser so wie Treibgut da alle Wasserstände auf dem Höchststand waren. Was zu Folge hatte das die Staumauertore alle los waren um die Wassermaßen zu verteilen. Der Nachteil war das alles unter halb des Sees so wie der Zwischenstau und der Fluss komplett abgesoffen waren und so mit unbefischbar waren. So viel mir die Endscheidung leicht und wir beschlossen unser Glück auf dem Stausee.

 

Spanien begrüßte uns mit Sonne und sehr wenig Wind selbst die Wassertemperatur lag im Hauptsee bereits bei 9 ° und im Matarana sogar schon bei 13° so mit viel die Wahl auf ein Schilfgebiet im Matarana . Mein Plan stand im Frühjahr muss man sehr flexibel sein und schnell reagieren deshalb setzte ich meine 4 Bojen mit System und stellte 4 verschiedene Tiefen ab. Der erste Biss kam bereits beim Auslegen und ich wusste das alles nach Plan läuft. Die besten Ruten waren natürlich die ganz nah am Schilf lagen und gerade auf Vorfachtiefe gefischt wurden. Schnell die anderen Bojen um gesetzt . Was dann geschah war der Wahnsinn wir konnten innerhalb weniger Stunden über 12 Bisse verzeichnen darunter ein absoluter Ausnahmefisch mit 2,40m und ein weiterer dieser Kategorie der uns leider im Drill verloren ging der absolute Wahnsinn. Mir war sofort klar das hier etwas nicht richtig läuft, und das es bestimmt nicht so weiter geht und so war es natürlich auch. Kaltes Wasser kam aus den Bergen und das Wetter so wie die Temperaturen vielen in den Keller was die Waller bereits ein Tag zu vor wahrnehmen.

 

Die Waller waren im Anschluss voll bis zum Anschlag was im Frühjahr ein absoluter Schlag ins Gesicht ist. Da bei den kalten Wassertemperaturen der Stoffwechsel auf dem Tiefspunkt ist besonders in stehenden Gewässern. Die Waller verweillen manchmal mehrere Tage regungslos auf dem Gewässergrund und fressen nicht den kleinsten Happen . Und so war es auch wir bekamen noch viele Bisse jedoch waren jedesmal die Köderfische tot gebissen oder geklaut worden. Keine Hemmungslosen Einsauger Nein zupfer wie beim Aalangeln . Jedoch kämpften wir weiter im wahrsten Sinne des Wortes. Den jeder Tag wurde ungemütlicher und die Temperaturen gingen rapide in den Keller. Jede Nacht Frost und ein bedeckten Himmel mit dicken Regenwolken im Anschluss kam der Sturm und das gleich vier Tage mit über 70 km/h ein absoluter Horror. Jedoch waren wir mal wieder mit Abstand die besten auf dem Stausee mit einer richtigen Bombe von 2,40m und 7 weiteren kleineren Welsen . Viele Teams fuhren die Woche ohne einen Kontakt gehabt zu haben nach Hause. Wir konnten leider nur 4 Tage fischen anstatt 6 da der Sturm Lebensgefährlich wurde und eine Fahrt mit dem Boot ein Himmelfahrskomando gewessen wäre. Manchmal muss man einfach zurück stecken besonders bei Naturgewalten den nichts geht über die Sicherheit. Ich habe zu vor noch nie eine Tour abgebrochen jedoch dieses mal war es genau die richtige Endscheidung. Da der Sturm bis über 80km/h auffrischte und durchs Tal fegte und ein fischen nicht mehr möglich war.

Meine Gäste Torsten und Timo machten viel mit bei dieser Tour hielten jedoch durch und wurden mit einem neuen PB belohnt ;-)

 

Mit Chris Adventure Tours zum Traumfisch


Vollmond-Tour mit Kalle und Chris zum Traumfisch

 

    

Meine letze Tagestour liegt hinter mir als Guide im Welscamp Riba Roja. Die Ziele, die ich mir selber gesetzt habe, wurden bei weitem übertroffen. Ein 100 kg Fisch zum Abschluss mit 2,48 m – der Wahnsinn! Jetzt fehlt mir nur noch einer, und das ist der Gelbe Riese, mein Ziel für die Abschluss-Vollmondtour mit Kalle. 

 

Wir haben Ende November und im Camp wird es langsam ruhig. Das Wetter wird schlagartig schlechter, es geht zum Vollmond hin. Die Wettervorhersage hört sich nicht gut an: Regen, Sturm und Kälte sind im Anmarsch. Jedoch steht wieder eine Tour auf meinen Plan und zwar die Vollmond-Tour mit Kalle und fünf Gästen, die alle sehr motiviert sind, da es in Deutschland den ersten Schneefall gab. 

Zum Anfang der Tour setzten wir erst mal unsere Montagen zum stationären Fischen. Danach ging es sofort aufs Wasser, um die Waller aktiv zu suchen und zu befischen. Was dann geschah war einfach nur der Wahnsinn.

 

 Ich bekam beim Vertikalfischen nach 5 Minuten einen brachialen Biss, den ich im Drill verlor - da er vermutlich sehr spitz gebissen hat. Nach weiteren 5 Minuten verneigte sich die Vertikalrute von Alex und ein Kampf auf Biegen und Brechen begann. Der Wahnsinn, auf der leichten Black Cat DF Fireball in Kombination mit der Black Cat Spin. Nach 15 Minuten Drill konnte Alex das erste mal Schnur gewinnen und kämpfte Meter für Meter weiter. Nach weiteren 10 Minuten durchbrach ein heller Rücken die Wasseroberfläche und verschwand wieder. In dem Moment kehrte Ruhe ein. Es herrschte Totenstille auf dem Boot. War der Fisch wirklich gelb? Es ging alles so schnell. Als er das zweite Mal die Wasseroberfläche durchbrochen hatte, blieb uns der Atem stehen. Ein komplett gelber Waller, der locker über 2,20 m lang war – der Wahnsinn!

 

 

Der erste Fisch der Tour nach 20 Minuten und dann gleich so was. Die Freude war riesig und die Motivation auf dem Höchststand. Wir konnten am gleichen Tag noch zwei weitere Waller der 2-m-Marke überlisten beim Vertikalfischen. Einfach nur Wahnsinn, dreimal die 2-Meter-Marke in 12 Stunden. Stationär ging in den ersten 24 Std nichts, was uns egal war, da wir aktiv sehr gut gefangen hatten. Deswegen nie alles auf eine Karte setzen, Arbeit macht sich bezahlt.

 

In den weiteren Tagen wurde es ständig schwieriger mit der Fischerei. Wir hatten drei Tage lang Sturm mit Windstärken um 70km/h und je mehr der Wind eisig wurde, umso mehr wurde das Fischen zur Herausforderung, der wir uns stellten. Die Nächte kalt mit 0° und zum Schluss noch Regen, einfach alles in einer Woche. Drei Tage aktiv fischen, no chance, jedoch Stationär wieder mit mehr Aktivität. Der Kampf machte sich bezahlt, alle Gäste zogen mit und zusammen wurde die Woche gemeistert.

 

Zusammen konnten wir insgesamt 32 Waller landen, von denen sage und schreibe 15 Waller die 2m Marke überschritten haben. Drei richtige Ausnahmefische, ein Waller von 2,40 m mit knapp hundert Kilo, ein 2,30 m+ Fisch mit über 90 Kilo und das Sahnestück mit weit über 2,20 m in komplett Gelb. Eine Woche, die kein Beteiligter so schnell vergessen wird, einfach eine Woche mit allem, was man sich erträumt.

 

Gruß Chris Höing